US-Kongresswahlen Schwere Zeiten für Obama - Demokraten verlieren Mehrheit

Die Demokraten haben haben die Mehrheit im Senat an die Republikaner verloren. Für Präsident Barack Obama könnten schwere Zeiten anbrechen.

Die US-Republikaner haben wie erwartet die Mehrheit im Senat erobert. Wie die TV Sender NBC, ABC und Fox News auf Grundlage von Hochrechnungen berichteten, errangen sie 51 der 100 Sitze im Oberhaus. Nachdem die Republikaner auch ihre Mehrheit im Abgeordnetenhaus ausbauten, beherrschen sie jetzt beide Parlamentskammern.

Für Präsident Barack Obama wird dadurch das Regieren zusehends schwieriger. Die Republikaner können Gesetze verabschieden, Obama bleibt dann nur noch die Möglichkeit, ein Veto einzulegen. Eigene Initiativen kann der Präsident gegen den Widerstand der Republikaner nicht durchsetzen.

Allerdings wäre Obama nicht der erste US-Präsident ohne Mehrheit. Die Suche nach Kompromissen in einer solchen Lage zählt zur politischen Tradition der USA.

Republikaner: Quittung für Obama

Die Republikaner sehen ihren Sieg als Quittung des Volkes für die Politik von US-Präsident Barack Obama. "Die Republikaner haben die Gelegenheit erhalten, das Land in eine bessere Richtung zu lenken", teilte der Parteivorsitzende Reince Priebus mit. "Das republikanische Repräsentantenhaus und der Senat sind bereit, auf das amerikanische Volk zu hören. Und wir hoffen, Präsident Barack Obama tut es auch."

Man wolle nun unter anderem Arbeitsplätze schaffen, die Energiegewinnung in den USA ausweiten und die Staatsausgaben senken. Auch gelte es, das Land sicherer zu machen.

feh/DPA/AFP DPA

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