US-Präsident Bush "Deutliche Botschaft" an Nordkorea


Die vom UN-Weltsicherheitsrat verhängten Sanktionen gegen Nordkorea hat US-Präsident Bush als "deutliche Botschaft" gewertet. Offenbar besteht Hoffnung, dass das Land nun an den Verhandlungstisch zurückkehrt.

US-Präsident George W. Bush hat die UN- Sanktionen gegen Nordkorea wegen seines Atomtests als "deutliche Botschaft" an das Regime in Pjöngjang bezeichnet. In einer Erklärung des Weißen Hauses betonte Bush, diese Aktion der Vereinten Nationen sei schnell und hart erfolgt. Sechs Tage nach dem international verurteilten Atomtest hatte der Weltsicherheitsrat zuvor einstimmig Sanktionen gegen Nordkorea verhängt, darunter empfindliche Handels-und Reisebeschränkungen.

Sollte Pjöngjang nachprüfbar sein Nuklearwaffenprogramm beenden, wären die USA und andere Länder bereit, Nordkorea wirtschaftlich zu helfen, bekräftigte Bush. Die Botschaft an Pjöngjang sei jetzt aber, dass die Welt gegen dessen Nuklearrüstung zusammenstehe.

Rückkehr zu Sechs-Länder-Gesprächen

Nach Angaben des stellvertretenden russischen Außenministers Alexander Alexejew ist Nordkorea zur Rückkehr zu den Sechs-Länder- Gesprächen über ein Ende seines Atomprogramms bereit. Bei seinem Besuch in Pjöngjang am Freitag hätten Regierungsvertreter mehrfach betont, die Gespräche müssten fortgesetzt werden, sagte Alexejew nach Angaben der russischen Agentur Itar-Tass.

Auch Südkorea und Japan begrüßten die Sanktionsbeschlüsse gegen Nordkorea. China und Russland hatten bis zuletzt vor einer zu scharfen Resolution gewarnt. Die Entschließung nimmt zwar auf Kapitel 7 der UN-Charta Bezug, nennt aber nur "friedliche Sanktionsmaßnahmen". Die in dem Kapitel ebenfalls vorgesehenen militärischen Sanktionen sind nicht erwähnt.

DPA DPA

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