US-Soldaten Irak fürchtet um seine Souveränität


Sackgasse bei den Gesprächen zwischen dem Irak und den USA: Amerikanische Soldaten sollen in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt werden. Der Irak könne nicht akzeptieren, dass seine Souveränität verletzt würde, sagte Ministerpräsident Nuri al-Maliki.

Der Irak wird den US-Soldaten im Land künftig offenbar keine uneingeschränkte Bewegungsfreiheit mehr gewähren. Die US-Forderungen würden die irakische Souveränität verletzen, sagte Ministerpräsident Nuri al-Maliki bei einem Besuch in Jordanien. Dies könne sein Land niemals akzeptieren. Die Gespräche über eine Vereinbarung befänden sich in einer Sackgasse.

Die USA verhandeln derzeit mit dem Irak über ein Abkommen, das es den US-Truppen erlauben soll, auch nach dem 31. Dezember 2008 in dem Land zu bleiben. An dem Tag läuft das Mandat der Vereinten Nationen aus.

Erst kürzlich hatte der geistliche Führer des Irans die Präsenz der USA im Irak kritisiert - darin sehe er den Grund für die unsichere Lage in dem Land. Die Einmischung der Besatzer in innerstaatliche Angelegenheiten sei die größte Schwierigkeit auf dem Weg zur nationalen Einheit, sagte er.

Iran und Irak führten in den 1980er Jahren einen acht Jahre langen Krieg, bei dem etwa eine Million Menschen starben. Seit dem Sturz Saddam Husseins durch die von den USA geführte Invasion 2003 hat der Einfluss des Iran im Irak zugenommen. Die USA werfen der Islamischen Republik vor, den Irak durch die Finanzierung, Ausbildung und Ausstattung von schiitischen Aufständischen zu destabilisieren.

Reuters Reuters

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