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129 Inder verhaftet: US-Behörde gründet Fake-Uni, um illegale Einwanderer in die Falle zu locken

Die amerikanischen Behörden sind kreativ, wenn es darum geht, illegale Einwanderer aufzuspüren. Jetzt wurden 129 Inder verhaftet, die sich an einer Fake-Universität eingeschrieben hatten - und Indien protestiert.

Das Wappen der Homeland Security

Das Wappen der Homeland Security

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Die Universität von Farmington hatte kein Personal, keine Dozenten, keinen Lehrplan und keine Seminare. Die einzigen, die an der angeblichen Uni gearbeitet haben, waren Agenten der Homeland Security. Sie hatten eine professionelle Homepage mit hübschen Bildern aufgesetzt, eine Facebook-Seite, ein schickes Wappen und eine Adresse mit Telefonnummern.

Ziel der Agenten war es, illegale Einwanderer aufzuspüren, die sich als eingeschriebene Studenten einen legalen Aufenthaltsstatus beschaffen wollten. In der vergangenen Wochen schlugen die Ermittler zu und nahmen im ganzen Land 130 angebliche Studenten fest, 129 davon aus Indien. Die indische Regierung hat bereits gegen die Verhaftungen protestiert. Ihrer Auffassung nach seien die Studenten in eine Falle gelockt worden. Sollten die Beschuldigten schuldig gesprochen werden, droht ihnen die Abschiebung. Acht von ihnen sind als Schlepper angeklagt.

Agenten halfen aktiv mit, Studenten illegale Visa zu beschaffen

Die US-Behörden wehren sich gegen Vorwürfe. "Wir sind uns alle bewusst, dass internationale Studenten ein wertvoller Gewinn für unser Land sein können, aber wie dieser Fall zeigt, kann das gut gemeinte internationale Studentenvisum auch ausgenutzt und missbraucht werden", sagte der zuständige Staatsanwalt im US-Staat Michigan. Die Studenten hätten genau gewusst, dass es illegal ist, sich lediglich proforma an einer Universität einzuschreiben, um sich einen legalen Aufenthaltsstatus in den USA zu beschaffen.

Tatsache ist, dass die Agenten Dokumente für die Einwanderungsbehörden ausstellten und gefälschte Studienunterlagen bereitstellten. 

Telefon-Hotline für Betroffene

Kritiker glauben zudem, dass auch Unschuldige unter den Verhafteten sind. Angeblich seien viele Studenten angelockt worden, indem man ihnen Kredite versprochen habe. Inzwischen hat die indische Botschaft in Washington eine Telefon-Hotline für besorgte Angehörige eingerichtet. 

Die Agenten hatten die Fake-Uni 2015 errichtet, also noch unter der Präsidentschaft von Barack Obama. Es ist auch nicht der erste Versuch, mit diesem Trick den Missbrauch mit Studenten-Visa zu bekämpfen. Schon 2016 hatte die Einwanderungsbehörde so  21 Studenten aus China und Indien überführt.

Quellen: "USA Today", "BBC News"

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tis
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.