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Einsatz in Libyen: USA töteten angeblich Islamistenführer Belmokhtar

Mokhtar Belmokhtar ist einer der meistgesuchten Islamisten Nordafrikas. Laut der libyschen Regierung soll der al-Kaida-Veteran nun bei einem Luftangriff der USA in Libyen ums Leben gekommen sein.

Mokhtar Belmokhtar steht mit einer Waffe neben einer schwarz-weißen Fahne

Mokhtar Belmokhtar ist Anführer der Organisation al Murabitun und wurde bereits mehrfach totgesagt

Das US-Militär hat bei einem Luftangriff in Libyen den berüchtigten Islamisten-Anführer Mokhtar Belmokhtar treffen wollen. Er stelle eine anhaltende Gefahr für US-Bürger dar, teilte ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums in Washington am Sonntag mit. Er äußerte sich zunächst nicht dazu, ob Belmokhtar bei dem Einsatz in der Nacht auf Sonntag getötet wurde.

Die international anerkannte libysche Regierung verkündete hingegen den Tod des berüchtigten algerischen Dschihadistenführers Mokhtar Belmokhtar durch den US-Luftangriff. Bei dem Einsatz im Osten Libyens seien auch mehrere libysche Mitglieder einer Terrororganisation gestorben, teilte die Regierung mit Sitz in Tobruk am Sonntagabend über das Online-Netzwerk Facebook mit. Das Pentagon bestätigte lediglich, dass Belmokhtar "Ziel" eines Militäreinsatzes in Libyen gewesen sei.

Dschihadisten nutzen Machtvakuum aus

Der aus Algerien stammende und mehrfach totgesagte al-Kaida-Veteran Belmokhtar ist Anführer der Organisation al Murabitun. Er ist einer der meistgesuchten Islamisten Nordafrikas und zeichnete unter anderem verantwortlich für die Geiselnahme mit Dutzenden Toten in einer Gasförderanlage im Süden Algeriens im Jahr 2013. Dabei kamen auch US-Bürger ums Leben. Der einäugige Belmokhtar wurde in Dchihadistenkreisen ehrfürchtig "der Prinz" und der "Unfassbare" genannt.


In Libyen gibt es vier Jahre nach dem Sturz von Diktator Muammar al Gaddafi zwei rivalisierende Regierungen und zahlreiche Milizen. Das Machtvakuum nutzen Dschihadisten aus: So sind auch die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und al Kaida in dem Land aktiv.

DPA / AFP