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Venezuela: Partei huldigt totem Präsidenten Chavéz mit Vaterunser

Der religiöse Aspekt des Sozialismus' ist jetzt in Venezuela zu Tage getreten: Die dortige Regierungspartei hat ein Gebet für den verstorbenen Präsidenten Hugo Chavez gebilligt.

Mit Inbrunst singt Venezuelas Präsident Nicolas Maduro (r.) die Nationalhymne. Jetzt hat die sozialistische Partei des Landes sogar ein Gebet im Repertoire.

Mit Inbrunst singt Venezuelas Präsident Nicolas Maduro (r.) die Nationalhymne. Jetzt hat die sozialistische Partei des Landes sogar ein Gebet im Repertoire.

Die regierende Sozialistische Partei Venezuelas (Psuv) hat ein Gebet an den gestorbenen Präsidenten Hugo Chávez offiziell gebilligt. Das Gebet nach dem Vorbild des christlichen "Vaterunser" wurde am Montag auf dem Parteitag in Caracas vorgestellt. "Unser Chávez, der du bist im Himmel (...) Spende uns Licht, damit wir nicht der Versuchung des Kapitalismus' erliegen", heißt es in dem Gebet.

Auf dem Parteitag diskutierten die Delegierten über Wege zu einer ideologischen Stärkung der Psuv. Chávez, der im März vergangenen Jahres an Krebs gestorben war, wird von vielen Venezolanern verehrt und ist die wichtigste Identifikationsfigur der Sozialisten. Die Opposition wirft Partei und Regierung vor, einen Personenkult um den früheren Staatschef zu betreiben.

tis/DPA / DPA
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