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Metro Gun Share Program Sturmgewehr zum Ausleihen? Warum in Chicago eine "Gun-sharing-Station" steht

Mal eben kurz eine Waffe ausleihen?
 
Neulich in Chicago: Mitten auf der Straße steht eine "Gun sharing"-Station.
 
Zum Ausleihen gibt es AR-15-Sturmgewehre, die in Fahrradständern stecken.
 
Die Aktion ist ein provokativer Protest gegen die US-Waffenkultur.
 
Die Sturmgewehre sind nicht echt – aber genau dieses Modell wurde bei mehreren Schießereien in den USA benutzt.
 
Zuletzt wurde das AR-15-Sturmgewehr bei dem Amoklauf in einer Schule in Florida benutzt, wobei 17 Menschen starben.
 
The Brady Center, eine Lobby für Waffenkontrolle, und die Werbeagentur The Escape Pod stecken hinter der Kampagne.
 
"Wir hoffen, die Leute aus Chicago besuchen die Ausstellung, um zu lernen, wie leicht ein Zivilist an eine Kriegswaffe gelangen kann."
- Kris Brown und Avery Gardiner, Co-Präsidenten von The Brady Center
 
Chicago hat eins der strengsten Waffenverbote im Land – und ist trotzdem für seine vielen Todesfälle durch Schusswaffen berüchtigt.
 
Die Kunstaustellung weist darauf hin: "Illinois ist keine Insel."
 
Das heißt: Wegen nachlässiger Gesetze in anderen US-Bundestaaten – zum Beispiel im konservativen Nachbarstaat Indiana – gelangen Waffen schnell auch nach Chicago. 
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Das "Metro Gun Share Program" hat eine geladene Botschaft: Es ist als Zivilist zu einfach, an Kriegsgewehre zu gelangen. Bei dem Kunstprojekt stehen die Gewehre wie Stadträder  zum Verleih auf einem Platz in Chicago.


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