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Wegen Befangenheit: Richter in Mubarak-Prozess gibt Vorsitz ab

Der Mammutprozess gegen den früheren ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak ist wenige Minuten nach seinem Beginn wieder unterbrochen worden. Der zuständige Richter zog sich von dem Verfahren zurück.

Im neu aufgerollten Prozess gegen Ägyptens Ex-Präsidenten Husni Mubarak hat sich der Vorsitzende Richter am Samstag gleich zum Auftakt für befangen erklärt. Richter Mustafa Hassan Abdallah überwies den Fall an ein Berufungsgericht, das nun ein neues Gericht für zuständig erklären muss. Der 84-jährige ägyptische Ex-Machthaber muss sich in dem neuen Prozess wegen des Todes von Demonstranten während der Revolution Anfang 2011 verantworten.

Mubarak war bereits im Juni 2012 zu lebenslanger Haft verurteilt worden, weil er den Tod von Demonstranten während der Revolution Anfang 2011 nicht verhindert hatte. Im Januar hob die Justiz das Urteil jedoch auf, der Prozess wird nun neu aufgerollt.

Neben Mubarak müssen sich auch sein Innenminister Habib al-Adli und sechs ehemalige ranghohe Vertreter der Sicherheitskräfte erneut vor Gericht verantworten. Mubarak war am 11. Februar 2011 nach wochenlangen blutigen Protesten gestürzt worden.

Mubarak, dessen Gesundheitszustand labil ist, war am Samstag per Hubschrauber vom Militärkrankenhaus in einem Vorort von Kairo zur Polizeiakademie der ägyptischen Hauptstadt gebracht worden, wo der Prozessauftakt stattfand. Anschließend wurde er mit einem Krankenwagen transportiert und auf einer Trage in das Gebäude geschoben.

AFP/DPA / DPA
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