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Wegen zerrissenem Visum: Nordkorea verurteilt US-Bürger zu sechs Jahren Arbeitslager

Bei der Einreise nach Nordkorea soll Matthew Miller sein Visum zerissen und Asyl gefordert haben. Wegen "feindseliger Handlungen" hat ein Gericht den US-Bürger zu sechs Jahren Arbeitslager verurteilt.

Die diplomatischen Bemühungen der USA sind vorerst gescheitert: Der 24-jährige Matthew Todd Miller wurde von einem nordkoreanischen Gericht zu sechs Jahren Arbeitslager verurteilt

Die diplomatischen Bemühungen der USA sind vorerst gescheitert: Der 24-jährige Matthew Todd Miller wurde von einem nordkoreanischen Gericht zu sechs Jahren Arbeitslager verurteilt

Ein nordkoreanisches Gericht hat den US-Bürger Matthew Todd Miller zu sechs Jahren Haft in einem Arbeitslager verurteilt. Der junge Mann habe "feindselige Handlungen" begangen, als er als "Tourist verkleidet" nordkoreanisches Territorium betreten habe, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA zur Begründung des Urteils.

Der 24-jährige Miller war im April festgenommen worden. Er soll bei der Einreise sein Visum zerrissen und Asyl in dem kommunistischen Staat gefordert haben.

Miller ist einer von drei US-Bürgern, die derzeit in Nordkorea wegen angeblicher Gesetzesverstöße inhaftiert sind. Dem 56-jährigen Jeffrey Fowle wird vorgeworfen, eine Bibel in seinem Hotelzimmer zurückgelassen zu haben. Der 45-jährigen Missionar Kenneth Bae wurde bereits im vergangenen Jahr wegen angeblicher Umsturzversuche zu 15 Jahren Zwangsarbeit verurteilt.

Die USA, die keine diplomatischen Beziehungen zum kommunistischen Regime in Pjöngjang unterhalten, hatten sich bisher vergeblich um die Freilassung der drei gefangenen Landsleute bemüht.

kgi/AFP/DPA / DPA