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Weltweite Verfolgung: In Nordkorea ergeht es Christen am Schlimmsten

Christ zu sein, ist in vielen Ländern gefährlich. Besonders schlimm steht es um sie in Nordkorea, wo ihnen Arbeitslager und Folter droht, wie ein neuer Index zur Christenverfolgung zeigt.

Zerbrochenes Jesus-Bild in Syrien

Zerbrochenes Jesus-Bild in Syrien

Unterdrückung, Arbeitslager, Misshandlungen: In keinem Staat werden Christen so stark verfolgt wie in Nordkorea. 70.000 von ihnen sind in dem abgeschotteten kommunistischen Land in Lagern interniert, wie aus dem vom christlichen Hilfswerk Open Doors veröffentlichten "Weltverfolgungsindex 2015" hervorgeht. Dort seien sie schwerster Arbeit und Folter ausgesetzt. Christliche Organisationen helfen fluchtwilligen Nordkoreanern seit Jahren dabei, das isolierte Land zu verlassen. Zum 13. Mal in Folge setzte die in Organisation Nordkorea deshalb auf den ersten Platz ihres jährlich erscheinenden Indexes.

Weltverfolgungsindex 2015

  • 1. Nordkorea
  • 2. Somalia
  • 3. Irak
  • 4. Syrien
  • 5. Afghanistan
  • 6. Sudan
  • 7. Iran
  • 8. Pakistan
  • 9. Eritrea
  • 10. Nigeria
  • 11. Malediven
  • 12. Saudi-Arabien
  • 13. Libyen
  • 14. Jemen
  • 15. Usbekistan
  • 16. Vietnam
  • 17. Zentralafrikanische Republik
  • 18. Katar
  • 19. Kenia
  • 20. Turkmenistan
  • 21. Indien
  • 22. Äthiopien
  • 23. Ägypten
  • 24. Dschibuti
  • 25. Myanmar
  • 26. Palästinensergebiete
  • 27. Brunei
  • 28. Laos
  • 29. China
  • 30. Jordanien

Nach Schätzungen von Open Doors sind weltweit rund 100 Millionen Christen wegen ihres Glaubens Repressalien ausgesetzt. In dem Ranking folgt Somalia auf dem zweiten Platz. Im Irak (3.) und in Syrien (4.) litten Christen besonders unter der Herrschaft der Terrormiliz "Islamischer Staat", hieß es. Islamischer Extremismus sei in den meisten der 50 aufgeführten Länder ein Grund der Verfolgung.

Je roter desto schlimmer für Christen: In diesen Ländern werden

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"Die Verfolgung von Christen hat sich nach unseren Beobachtungen auch im Berichtszeitraum für den Weltverfolgungsindex 2015 weiter verstärkt", sagte der Leiter von Open Doors, Markus Rode. Die Rangliste solle aber nicht in der Debatte um die Stellung des Islam in Deutschland instrumentalisiert werden, warnte er. Für den Index werden die Lebensumstände von Christen in Zusammenarbeit mit Menschenrechtsexperten, Wissenschaftlern und Betroffenen beurteilt.

nik/DPA / DPA