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Zerrütete Beziehung US-Amerikaner wollen Zusammenarbeit mit Pakistan fortsetzen


Nach dem Tod von Osama bin Laden hatte es Spannungen in der Beziehung der USA und Pakistan gegeben. Jetzt reist der einflussreiche US-Senator John Kerry in den kommenden Tagen zu Gesprächen nach Pakistan.

Rund eine Woche nach dem Tod von El-Kaida-Chef Osama bin Laden hat die US-Regierung von "Fortschritten" bei der Lieferung von Informationen zu dem Terroristenführer durch Pakistan gesprochen. Washington setze seine Zusammenarbeit mit Pakistan fort, um jede mögliche Information zur Fortsetzung des Anti-Terror-Kampfes zu erhalten, sagte Außenamtssprecher Mark Toner am Dienstag. Die USA seien "optimistisch, dass wir jegliches Hindernis überwinden und unseren Informationsaustausch erhöhen können". Der Sprecher lehnte einen Kommentar zum Fall der Witwen des El-Kaida-Chefs ab. Zuvor hatte es in Washington und Islamabad unterschiedliche Aussagen zu möglichen Verhören der Witwen durch US-Agenten gegeben.

Das Weiße Haus hatte Pakistan aufgefordert, US-Ermittlern Zugang zu Bin Ladens Witwen zu ermöglichen und so Zweifel an seiner Loyalität im Anti-Terror-Kampf auszuräumen. Das Außenministerium in Islamabad hatte dagegen erklärt, es liege keine US-Anfrage nach Zugang zu den Frauen vor.

Der einflussreiche US-Senator John Kerry will in den kommenden Tagen zu Gesprächen nach Pakistan reisen. Er gehe davon aus, dann auch die wichtigsten pakistanischen Vertreter zu treffen, sagte der eng mit der Regierung von US-Präsident Barack Obama zusammenarbeitende Senator am Dienstag. Er gehe davon aus, dass bei dem Treffen die Probleme in den bilateralen Beziehungen diskutiert würden.

Das Terrornetzwerk El Kaida drohte unterdessen erneut mit Vergeltung für den Tod Bin Ladens. Die Tötung des Terroristenführers sei ein "großer Fehler" und eine "ernsthafte Sünde", hieß es nach Angaben des auf die Überwachung islamistischer Webseiten spezialisierten US-Unternehmens SITE in einer im Internet verbreiteten Erklärung El Kaidas. Die USA müssten "den Preis" dafür zahlen. In der Erklärung wurden "heilige Krieger" dazu aufgefordert, jede Möglichkeit zu nutzen, um US-Bürger zu töten oder die US-Wirtschaft zu "vernichten". Amerika werde "Blut weinen".

Reuters/AFP Reuters

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