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Alice Schwarzer im stern "Frau Schröder will uns in die 50er Jahre zurückbeamen"


Alice Schwarzer vs. Kristina Schröder - der Streit zwischen den ungleichen Frauen geht weiter. Frauenrechtlerin Schwarzer wirft der Frauen- und Familienministerin im neuen stern vor, einen "ultrakonservativen" Kurswechsel in der CDU vorantreiben zu wollen.

Der öffentliche Streit zwischen Alice Schwarzer und Familienministerin Kristina Schröder geht weiter. Jetzt legt Alice Schwarzer im neuen stern nach. Als ihr im Interview mit dem Magazin vorgehalten wurde, dass sie sich über Äußerungen Schröders aufregen würde, die so gar nicht gefallen seien, antwortete die Publizistin: "Ich kann sehr wohl zwischen den Zeilen lesen. Da schlägt mir ein Sound entgegen, als hätte es die letzten 40 Jahre nicht gegeben. Frau Schröder will eine rechtskonservative Wende in der Familien- und Frauenpolitik. Sie steht für einen ultrakonservativen Kurswechsel in der CDU. (...) Frau Schröder will uns jetzt zurückbeamen in die 50er Jahre."

Weiterhin sagte Schwarzer zu Schröders kritischen Äußerungen zum Feminismus: "Das mit dem Sex und der Unterwerfung - grotesk, das habe ich nie behauptet. Das ist Frau Schröders schwülstige Fantasie über ein zentrales Thema des Feminismus der 70er Jahre."

Als Ministerin ungeeignet?

"Schlicht ungeeignet" sei Schröder als Frauen- und Familienministerin, hatte Feministin Schwarzer der CDU-Politikerin in einem offenen Brief vorgeworfen - ob das die Deutschen auch so sehen, dem ist der stern nachgegangen. In einer vom stern beauftragten Forsa-Umfrage gab der größere Teil der Befragten Schwarzer Recht: 32 Prozent erklärten, Schröder sei "weniger geeignet", 13 Prozent hielten sie für "gar nicht geeignet".

26 Prozent sind ganz anderer Meinung: 24 Prozent schätzten Schröder als "eher geeignet" ein, für 2 Prozent ist sie "sehr geeignet". 29 Prozent äußerten keine Meinung.

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