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Nach Hessen-Wahl: PK: Merkel über Rückzug - "Werde ab 2021 keine Position mehr in der Politik übernehmen"

Das Ende der Ära Angela Merkel an der Spitze der CDU rückt näher. Die Kanzlerin will beim Parteitag in Hamburg nicht wieder kandidieren und sich 2021 aus der Politik zurückziehen. Lesen Sie ihre Pressekonferenz  im stern-Liveblog nach.

Angela Merkel nach ihrer Wahl zur CDU-Vorsitzenden im Jahr 2000 (l.) und vor der Hessenwahl 2018

Angela Merkel nach ihrer Wahl zur CDU-Vorsitzenden im Jahr 2000 (l.) und vor der Hessenwahl 2018

DPA

Die Wahlschlappe in Hessen hat in der CDU eine tiefe Zäsur zur Folge: Die Vorsitzende Angela Merkel will gegen ihr bisheriges Credo einen Teil der Macht abgeben und sich nicht wieder zur Parteichefin wählen lassen. Sie will aber Kanzlerin bleiben und sich 2021 aus der Politik zurückziehen. Bis dahin gelte es, einen neuen Stil für die Arbeit der Großen Koalition zu finden, so Merkel. Die derzeitige Performance sei "inakzeptabel".

Die Nachfolge an der Parteispitze wird auf dem CDU-Parteitag Anfang Dezember in Hamburg geregelt. Für den Vorsitz wollen Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer kandidieren. Auch der frühere Unionsfraktionschef Friedrich Merz bekundet nach Informationen der Nachrichtenagentur DPA und der  "Bild"-Zeitung Interesse an dem Amt.

+++ Alle aktuellen Entwicklungen nach der Landtagswahl in Hessen lesen Sie hier +++

Pressekonferenz von Angela Merkel im Liveblog

Nach der Sitzung des CDU-Präsidiums äußerte sich Angela Merkel in Berlin vor Journalisten. Lesen Sie die Pressekonferenz im stern-Liveblog nach:

Angela Merkels Rückzug vom CDU-Vorsitz - die Pressekonferenz

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Damit verabschieden wir uns von der vielleicht sogar historischen Pressekonferenz. In Kürze lesen Sie bei stern.de Hintergründe, Analysen und Kommentare zu den Ereignissen nach der Landtagswahl in Hessen und dem angekündigten schrittweisen Rückzug Angela Merkels aus der Politik.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Das war's in Berlin. Fassen wir zusammen: Angela Merkel hat bestätigt, dass sie beim Bundesparteitag der CDU Anfang Dezember nicht mehr als Parteichefin kandidieren wird. Überraschend ist ihre Auskunft, dass sie diesen Schritt schon im Sommer geplant habe. Zudem kündigte die Kanzlerin ihren vollständigen Rückzug aus der Politik für 2021 an.
    Für die laufende Wahlperiode fordert sie nun eine Zäsur. Union und SPD müssten ihre Arbeitsweise und ihre Außendarstellung überdenken: "Es ist Zeit für ein neues Kapitel." Sie wirkt ernsthaft bemüht, das ganze Land wieder in ruhigeres Fahrwasser zu bringen.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Auf die Frage nach der Zukunft von Horst Seehofer als Bundesinnenminister antwortet Merkel übrigens gar nicht.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Überraschende Neuigkeit: Merkel habe ihren schrittweisen Rückzug schon seit der parlamentarischen Sommerpause geplant, sagt sie auf die Frage einer Journalistin.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Merkel wird nach ihren Zielen in den letzten Jahren ihrer Kanzlerschaft gefragt. Sie bleibt pragmatisch und sagt, der Koalitionsvertrag beschreibe die kommenden Aufgaben.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Ob Friedrich Merz tatsächlich auch als Parteivorsitzender kandidieren will, wisse Merkel nicht.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Die Fragerunde beginnt mit der Frage nach möglichen Nachfolgern für den CDU-Vorsitz. Merkel bestätigt die Namen Annegret Kramp-Karrenbauer und Jens Spahn. Sie werde sich in die Diskussion um ihre Nachfolge nicht einmischen.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Die Ankündigung von Angela Merkel im Parteipräsidium, den Parteivorsitz aufzugeben zu wollen, sei "bewegend" gewesen, so Bouffier. "Viele waren berührt."

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Ex-stern-Herausgeber Andreas Petzold:

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Volker Bouffier bekundet seinen Dank und seinen Respekt gegenüber Angela Merkel.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Sie wolle eine Erneuerung der CDU bei gleichzeitiger staatspolitischer Verantwortung möglich machen, sagt Merkel zum Abschluss ihrer Erklärung.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    "Ich werde nach der laufenden Legislaturperiode nicht mehr als Bundeskanzlerin oder für ein anderes politisches Amt kandidieren."

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    "Ich werde nicht wieder als CDU-Vorsitzende kandidieren."

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Merkel wolle alle ihre Ämter in Würde ausführen und beenden. "Welchen Beitrag kann ich jetzt für unser Land und meine Partei leisten?", fragt Merkel sich selbst. Sie sagt: "Das Amt der Bundeskanzlerin ist eine Ehre."

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Die Wahlergebnisse seien ein deutliches Signal, dass es so nicht weitergehe. Das Bild der Bundesregierung sei inakzeptabel. "Es wäre ein Treppenwitz der Geschichte, wenn man nun schon den Stab über der Bundesregierung brechen würde." Es gehe um eine neue Arbeitskultur, so Merkel.