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AfD-Parteitag: Beatrix von Storch: "Merkel ist die größte Rechtsbrecherin der Nachkriegsgeschichte"

Auf dem AfD-Parteitag in Hannover teilte Beatrix von Storch erneut heftig gegen Angela Merkel aus. Mit Erfolg: nach ihrem Auftritt wurde sie mit 55,2 Prozent der Delegiertenstimmen in den Vorstand gewählt.

Beatrix von Storch auf dem AfD-Parteitag in Hannover

Beatrix von Storch auf dem AfD-Parteitag in Hannover

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Die erneut in den -Vorstand gewählte Bundestagsabgeordnete Beatrix von Storch hat Kanzlerin Angela Merkel als "größte Rechtsbrecherin der deutschen Nachkriegsgeschichte" bezeichnet. "Der Islam gehört ebenso wenig nach Deutschland wie Merkel ins Kanzleramt", sagte von Storch am Sonntag in ihrer Bewerbungsrede auf dem AfD-Parteitag in Hannover. Sie wurde daraufhin mit 55,2 Prozent der Delegiertenstimmen in den Vorstand gewählt. Von Storch war bisher Vizevorsitzende der AfD.

Weiter sagte sie, es gehe um die Frage, "ob es dieses Deutschland in Zukunft überhaupt noch geben wird". Problem sei die "Dekadenz der Eliten", erklärte sie. "Die AfD ist die letzte Hoffnung für dieses Land."

Beatrix von Storch nicht mehr unter den Vorsitzenden

Nach den turbulenten Auseinandersetzungen um die Parteispitze hat der AfD-Bundesparteitag am Sonntag außerdem Klaus-Günther Fohrmann als Bundesschatzmeister im Amt bestätigt. Frank-Christian Hansel, der für die AfD im Berliner Abgeordnetenhaus sitzt, erntete in Hannover Applaus für seine Einschätzung, "dass die Altparteien seit einiger Zeit an der Alternative zu Deutschland arbeiten".

Für den Nachmittag war die Wahl der sechs Beisitzer im Bundesvorstand vorgesehen. Mit größeren inhaltlichen Auseinandersetzungen, etwa über das noch ausstehende Rentenkonzept oder das laufende Parteiausschlussverfahren gegen den thüringischen Landeschef Björn Höcke, wurde nicht gerechnet.  

Am Samstag waren bereits der Europaabgeordnete Jörg Meuthen und Bundestagsfraktionschef Alexander Gauland als gleichberechtigte AfD-Vorsitzende gewählt worden. Der als gemäßigt geltende Berliner Landeschef Georg Pazderski war mit seiner Kandidatur für den Spitzenjob gescheitert. Damit sieht sich der rechte Flügel der Partei weiter gestärkt. Unter den Vorsitzenden und ihren drei Stellvertretern ist jetzt keine Frau mehr. Mit Frauke Petry und Beatrix von Storch waren 2015 zwei Frauen in den Kreis der obersten Fünf gewählt worden.

ivi/DPA