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Berufsarmee Grüne plädieren für besseres Image der Bundeswehr


Um den freiwilligen Wehrdienst durchzusetzen muss die Bundeswehrattraktiver gestaltet werden, erklärte der Bundestagsabgeordnete der Grünen, Omid Nouripour.

Angesichts der Pläne für einen freiwilligen Wehrdienst muss die Bundeswehr aus Sicht der Grünen deutlich attraktiver werden. "Natürlich muss man dafür auch Geld in die Hand nehmen", sagte der der Verteidigungs- und Sicherheitsexperte der Grünen im Bundestag, Omid Nouripour, in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa in Berlin. "Es geht um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, es geht um Fortbildungsmaßnahmen, es geht darum, dass die Soldaten das Gefühl haben, dass sie gesellschaftlich in ihrem Beruf anerkannt sind."

Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) prüft eine Aussetzung der Wehrpflicht und einen Umbau zu einem freiwilligen Wehrdienst. "Die Aussetzung ist auf der einen Seite erfreulich, weil sie natürlich die faktische Abschaffung ist, auch wenn der Minister nicht bereit ist, das auszusprechen", sagte Nouripour. "Auf der anderen Seite ist das natürlich unsauber. Denn wenn ich die Apparatur der Musterung abschaffe, dann ist es zu Ende mit der Wehrpflicht."

Der Grünen-Politiker kritisierte die Investitionen der Bundesregierung in den Militärtransporter Airbus A400M. "Ich kann den Soldaten nicht erklären, dass gepanzerte Fahrzeuge fehlen, wenn gleichzeitig Minister zu Guttenberg beim A400M noch mal Millionen draufpackt." Nouripour forderte schlankere Strukturen und eine günstigere Beschaffung. "Es kann nicht mehr angehen, dass wir Rüstungsprojekte bestellen, die eines Tages vielleicht kommen, vielleicht auch nicht." Unter dem Strich kosteten sie das Vielfache von dem, was veranschlagt worden sei. Nach einer Pannenserie liegt der Militärtransporter mehrere Jahre hinter dem Zeitplan.

DPA DPA

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