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Bordelle CDU-Politikerinnen wollen "Gütesiegel"


Strengere Regeln: CDU-Politikerinnen fordern besseren Schutz für Prostituierte. Außerdem soll der Kampf gegen Zwangsprostitution verbessert werden.

Familienpolitikerinnen der CDU haben sich für die Einführung staatlich geprüfter Gütesiegel für Bordelle ausgesprochen, um die Arbeitsbedingungen von Prostituierten zu verbessern. Die Unions-Obfrau im Familienausschuss des Bundestages, Christina Schwarzer, sagte der "Bild"-Zeitung: "So können wir sicherstellen, dass es zumindest in Bordellen gewisse Standards zum Schutz der Frauen gibt."

Die für Prostitution zuständige CDU-Abgeordnete Sylvia Pantel plädierte zudem für regelmäßige Kontrollen: "Das Bordell sollte aber auch mindestens alle sechs Monate und ohne Ankündigung auf Einhaltung der Standards überprüft werden." Dadurch könnten die Kunden dann sofort etwas über den Zustand des Bordells erfahren. "Halten die Bordelle die Standards nicht ein, muss das Siegel auch wieder entzogen werden."

Diskussionen innerhalb der Koalition

Die Familienpolitiker der großen Koalition kommen heute mit Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) zusammen, um über das geplante Gesetz gegen Zwangsprostitution zu beraten. Vorgesehen ist unter anderem, dass der Betrieb eines Bordells genehmigungspflichtig wird.

Über die Ausgestaltung der Regelung gab es zuletzt heftige Debatten zwischen den Koalitionspartnern. So lehnt die SPD Forderungen der Union für ein solches Gesetz ab; dazu gehören die Anhebung des Mindestalters für Prostituierte auf 21 Jahre, die Einführung verpflichtender Gesundheitsuntersuchungen und Strafbarkeit der Freier von Zwangsprostituierten.

she/AFP AFP

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