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Tübingens Oberbürgermeister: Boris Palmer: Silvestergewalt kam durch unkontrollierten Flüchtlingszuzug

Er ist der Querdenker der Grünen: Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer sieht in der unkontrollierten Zuwanderung eine Ursache für die Silvestergewalt. Die deutsche Flüchtlingspolitik sei zum Teil naiv.

Boris Palmer wirft in einem Interview einen kritischen Blick auf die angeblich naive Flüchtlingspolitik der Bundesrepublik

"Großzügigkeit missbraucht": Boris Palmer kritisiert die deutsche Flüchtlingspolitik

Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer von den Grünen führt die Gewalttaten aus der Silvesternacht quer durch Deutschland auch auf den unkontrollierten Flüchtlingszuzug im vorigen Herbst zurück. "Die Silvester-Übergriffe haben etwas mit der Aufnahme von Flüchtlingen ohne Registrierung und Kontrolle zu tun", sagte Tübingens Oberbürgermeister der "Welt". "Diesen Satz muss man aussprechen können, ohne dafür gleich zu hören zu kriegen: Dann geh doch zur AfD!" Vereinzelt sei ihm eine solche Reaktion auch aus der eigenen Partei entgegengeschlagen.

Palmer: Ungebundene, junge Männer sind das Problem

Palmer betont, dass die Hilfe nicht grundsätzlich falsch gewesen sei, aber es müsse auch über die negativen Folgen offen gesprochen werden. Er sieht auch eine große Naivität am Werk: "Die gesamte Gesellschaft war nicht darauf eingestellt, dass die großzügige Hilfe, die wir zurecht im vergangenen Herbst geleistet haben, in einem solchen Ausmaß missbraucht werden könnte."

Junge Männer ohne Bindungen, die nichts zu verlieren hätten, seien gefährlicher als andere Bevölkerungsgruppen, sagte Palmer. Dies gelte unabhängig von kulturellen oder religiösen Aspekten. Die Politik müsse dafür sorgen, dass niemand mehr unkontrolliert nach Deutschland komme, forderte Palmer. "Damit wird Verantwortlichkeit hergestellt und Kriminalität vorgebeugt." Bei den Übergriffen auf Frauen in der Silvesternacht hat es nach BKA-Angaben deutschlandweit insgesamt knapp 900 Sexualdelikte mit mehr als 1200 Opfern gegeben. Etwa die Hälfte der Übergriffe ist demnach von Männern begangen wurden, die seit höchstens einem Jahr im Land waren.

tis / DPA