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Deutsche sollen sich für Ausländerfeindlichkeit schämen

Die Aufklärung der NSU-Morde hat das Jahr 2012 für Angela Merkel stark geprägt. In einer Videobotschaft sagte sie, die Deutschen müssten sich für Antisemitismus und Ausländerfeindlichkeit schämen.

"Sehr viel Arbeit": Wenn es nach Angela Merkel geht, muss in Sachen Ausländerfeindlichkeit in Deutschland noch viel getan werden

"Sehr viel Arbeit": Wenn es nach Angela Merkel geht, muss in Sachen Ausländerfeindlichkeit in Deutschland noch viel getan werden

Die Deutschen sollen sich nach den Worten von Bundeskanzlerin #Link;http://www.stern.de/politik/deutschland/angela-merkel-90250943t.html;Angela Merkel# (CDU) für die immer noch bestehende Juden- und Ausländerfeindlichkeit schämen. In ihrer am Samstag ausgestrahlten wöchentlichen Videobotschaft forderte Merkel die Bürger auf, hier massiv gegenzusteuern. Merkel sagte: "Antisemitismus, Ausländerfeindlichkeit all das sind Dinge, für die wir wirklich auch sagen müssen, dass wir uns dafür schämen, dass es das in unserem Land noch gibt. Und hier haben wir alle miteinander noch sehr viel Arbeit."

Als eine ihrer prägendsten Erfahrungen im Jahr 2012 Merkel nannte Merkel die Aufklärungsarbeit zur NSU-Mordserie: "Ich glaube, dass jetzt auch alles getan wird, damit diese Dinge wirklich vollständig aufgeklärt werden." Sie sprach von einem "ganz traurigen Kapitel".

Die Terrorzelle Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) hat zwischen den Jahren 2000 und 2007 neun türkisch- und griechischstämmige Kleinunternehmer ermordet sowie eine Polizistin erschossen. Eklatante Ermittlungspannen von Geheimdienst und Polizei verhinderten eine früherer Aufdeckung der Taten.

ger/DPA/DPA

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