HOME

Bundeswehr in Bosnien-Herzegowina: Kabinett verlängert Einsatz

Seit 2004 gibt es die Operation Althea in Bosnien-Herzegowina. Die internationale Truppe aus Soldaten soll vor allem Präsenz zeigen und bei der Ausbildung von Polizei und Sicherheitskräften helfen. Heute hat das Kabinett den Einsatz der deutschen Soldaten verlängert.

Die Bundeswehr soll sich ein weiteres Jahr an der Friedenssicherung in Bosnien-Herzegowina beteiligen. Das Kabinett beschloss am Mittwoch eine erneute Mandatsverlängerung für die sogenannte "Althea"-Mission. Allerdings muss auch der Bundestag noch zustimmen.

Nach den Plänen von Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) soll die Obergrenze von derzeit 900 auf 800 Bundeswehrsoldaten sinken. Derzeit sind ohnehin lediglich 11 deutsche Einsatzkräfte vor Ort. Bei Bedarf könnten jedoch nach Ministeriumsangaben kurzfristig 500 Bundeswehr-Soldaten vom Kosovo nach Bosnien verlegt werden.

Der Bosnienkrieg in den frühen neunziger Jahren war der blutigste der Konflikte nach dem Zerfall des Vielvölkerstaats Jugoslawien. Nach der Unterzeichnung des Dayton-Friedensabkommens Ende 1995 wurde eine internationale Friedenstruppe in Bosnien stationiert, an der sich auch die Bundeswehr beteiligte. Sie soll bis heute den Frieden zwischen den verschiedenen ethnischen Gruppen garantieren.

ono/DPA / DPA
Themen in diesem Artikel