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Bundeswehr: Staatsanwalt ermittelt nach Unfall auf Truppenübungsplatz

Erneuter Vorfall bei der Bundeswehr. Die Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach hat Ermittlungen aufgenommen, nachdem es zuvor zu einem Unfall auf dem Truppenübungsplatz Baumholder gekommen war. Zwei Soldaten starben, vier wurden verletzt.

Die Ursache für den Unfall auf dem Truppenübungsplatz Baumholder , bei dem am Montag zwei Bundeswehrsoldaten starben und vier verletzt wurden, ist noch unklar. "Wir ermitteln in alle Richtungen", sagte am Dienstag der Leiter der Bad Kreuznacher Staatsanwaltschaft, Michael Brandt.

Die Verletzten hätten noch nicht befragt werden können, weitere Zeugen für den Vorfall gebe es nach derzeitigem Stand nicht.

Die Soldaten im Alter von 19 bis 24 Jahren befanden sich nach Polizeiangaben in einem Militärfahrzeug des Typs Mungo, das auf einer abschüssigen Straße gegen eine Sperre gefahren und in einen Wald katapultiert worden war. Zwei Männer starben noch am Unglücksort, vier Soldaten wurden in verschiedene Krankenhäuser gebracht. Die Männer gehörten einer Bundeswehreinheit aus dem Saarland an.

Es ist der zweite Vorfall bei der Bundeswehr innerhalb weniger Stunden: Zuvor war bekannt geworden, dass es bei einer Einheit in Afghanistan wenige Wochen nach einem tödlichen Schießunfall einen weiteren Zwischenfall mit einer Waffe gegeben hatte. Fachleute der Bundestagsfraktionen waren am Montag vom Verteidigungsministerium über den Vorfall unterrichtet worden.

Den Angaben zufolge soll ein Stabsgefreiter einem Hauptgefreiten am vergangenen Freitag während einer Patrouille in Nordafghanistan im Streit die Waffe aus der Halterung gezogen und an den Kopf gehalten haben. Der bedrohte Soldat habe die Waffe "weggeschlagen". Der Vorfall sei von Dritten gemeldet worden, berichtete ein Abgeordneter. Konsequenzen bis hin zur unehrenhaften Entlassung würden geprüft.

kng/DPA / DPA