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Corona-Regeln Ab heute kommen die ersten Lockerungen: Das sind die Pläne der einzelnen Bundesländer

Corona-Regeln: Ab heute kommen die ersten Lockerungen: Das sind die Pläne der einzelnen Bundesländer
Sehen Sie im Video: Die ersten Friseure haben schon um Mitternacht geöffnet.




Endlich wieder Haare schneiden - die Freude über die Wiederöffnung seines Friseursalons war Marco Trapani und seinen Kunden deutlich anzusehen. Direkt um eine Minute nach Mitternacht gab es am frühen Montag keine Halten mehr. Höchste Zeit, sagte Trapani: "Also ich habe sie schon vermisst. Was die Dienstleistung erbringen, Menschen glücklich machen, das fehlt einem schon. Immer dieses Gefühl Menschen, das zu geben, womit sie besser aussehen und sich besser fühlen. Das ist eigentlich unbezahlbar." Vielen Kunden machte die frühe Öffnung auch nichts aus. Hauptsache endlich wieder eine Frisur: "Und selber Hand anlegen würde ich niemals. Da hab ich schon schlechte Erfahrung. Da muss einfach ein Profi ran. Das kann man setzt sich so hinkriegen, das ist einfach so." "Ich bin superfroh, weil es sehr, sehr nötig ist. Ich war selbst seit gefühlten Ewigkeiten nicht mehr so wirklich, seit einem Jahr nicht beim Friseur. Wirklich, jetzt, freue ich mich riesig." Zum 1. März hatten viele Bundesländer Lockerungen bei den Corona-Beschränkungen beschlossen. Neben einem Haarschnitt sind in einigen Regionen auch Gartenmärkte wieder geöffnet. Die Politik will am Mittwoch in einer erneuten Bund-Länder-Sitzung die Corona-Lage besprechen.
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Anfang Februar wurde die bundesweite Verlängerung des Lockdowns bis zum 7. März beschlossen. Einige Bundesländer haben allerdings eigene Pläne und lockern bereits zu Monatsbeginn.

Anfang Februar beschlossen Bund und Länder einen bundesweiten Lockdown bis zum 7. März mit Aussicht auf Verlängerung. Seitdem sind die Fallzahlen zunächst gesunken – derzeit stagnieren sie allerdings und sinken nicht wie erhofft weiter. Der Chef des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, mahnte daher erst kürzlich große Vorsicht bei möglichen Öffnungsschritten an.

Mit der Aussicht auf Schnelltests ab dem 8. März zeigen sich viele Landesregierungen dennoch optimistisch und planen bereits vor Ende des bundesweiten Lockdowns Lockerungen. Friseursalons öffnen am 1. März bundesweit wieder ihre Türen, wer noch? Die Öffnungspläne der Bundesländer in der Übersicht.

Corona-Lockerungen: Baden-Württemberg

Neben den Friseurgeschäften öffnen in Baden-Württemberg am 1. März auch Gärtnereien, Gartenmärkte und Blumenläden. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) begründete die frühe Öffnung damit, dass viele der Läden im Freien verkaufen könnten und verderbliche Waren anbieten würden. Daher wäre eine längere Schließung "sehr hart für die", so Kretschmann.

Für die Öffnung anderer Geschäfte müsse die 7-Tage-Inzidenz aber stabil unter 35 liegen. Die bis zum 7. März geltenden strengen Kontaktbeschränkungen könnten dem Ministerpräsidenten zufolge aber auch ohne eine Inzidenz unter 50 etwas gelockert werden: "Ich könnte mir vorstellen, dass wir wieder auf zwei Haushalte kommen", sagte Kretschmann am Dienstag in Stuttgart.

Kitas haben in Baden-Württemberg bereits wieder den Regelbetrieb aufgenommen. Grundschulen sollen schrittweise geöffnet werden, derzeit findet Wechselunterricht statt. Abschlussklassen sollen ebenfalls hybrid unterrichtet werden.

Bayern

In einer Ministerratssitzung am 23. Februar wurden für Bayern einige Lockerungen beschlossen. Am 1. März öffnen die Gärtnereien, Gartencenter und Blumenläden sowie Baumärkte wieder. Zusätzlich dürfen ab Montag Geschäfte, die körpernahe Dienstleistungen anbieten, wieder Kunden empfangen. Dazu gehören neben den Friseurgeschäften auch Dienstleister für Fußpflege, Maniküre und Gesichtspflege. In Landkreisen, in denen der Inzidenzwert die kritische Marke von 100 nicht überschreitet, ist es außerdem wieder erlaubt, Einzelunterricht in Musikschulen zu besuchen.

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger von den Freien Wählern sprach sich außerdem für eine Hotelöffnung aus. Mit einem negativen Coronatest solle es Hotelbetrieben bald wieder möglich sein, Gäste aufzunehmen. "In Richtung Ostern" stellte Aiwanger zusätzlich eine Öffnung der Außengastronomie in Aussicht.

Berlin

Seit Anfang der letzten Februar-Woche wird der Präsenzschulbetrieb in Berlin schrittweise wieder hochgefahren. Abgesehen von der Öffnung der Friseurgeschäfte plant Berlin aber keine weiteren Lockerungen. Man halte sich an die Beschlüssen der Ministerpräsidentenkonferenz, so Berlins Wirtschaftssenatorin Ramona Pop von den Grünen. Diskutiert würden schrittweise Öffnungen nach dem 7. März, die von den Inzidenzzahlen abhänging seien. Als Orientierungswert diene dabei die 7-Tage-Inzidenz von 35, die derzeit nicht erreicht ist.

Brandenburg

Auch in Brandenburg dürfen am 1. März Friseure, Gärtnereien, Gartencenter und Blumenläden wieder Kunden empfangen. "Das ist ein kleiner Schritt, das ist mir bewusst", sagte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) zu den Lockerungen. "Ich weiß, dass die Erwartungen bei den Industrie- und Handelskammern, bei den Handwerkskammern und im Einzelhandel deutlich größer sind."

Möglichst noch vor Ostern würde Brandenburg die Corona-Beschränkungen für Geschäfte, Museen und Sport im Freien gerne wieder lockern. Das ist in einem Stufenplan vorgesehen, den Woidke bei der Bund-Länder-Runde am 3. März einbringen will. Das sei aber abhängig von der Entwicklung der Infektionszahlen und dem weiteren Impfen. Auch solle weiter Abstand gehalten werden, Masken sollten wo nötig getragen werden.

Bremen

Der Stadtstaat Bremen plant keine zusätzlichen Lockerungen vor dem 7. März. Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) schlug aber vor, Regeländerungen für Geschäfte in Betracht zu ziehen. Demnach könnte er sich vorstellen, Termin-Shopping zu erlauben, wonach sich Kunden für einen festen Termin anmelden müssen, wenn sie einen Laden besuchen möchten. Außerdem sprach sich Bovenschulte  für eine Lockerung der Kontaktbeschränkungen aus: Die strenge Regelung derzeit passe nicht zu einem aktuellen Inzidenzwert von rund 60.

In der Hansestadt Bremen soll bereits am 1. März der normale Schulbetrieb in Präsenz wiederaufgenommen werden, Kitas öffnen mit eingeschränktem Regelbetrieb. In Bremerhaven soll an weiterführenden Schulen bis Ostern nur mit halber Klasse unterrichtet werden, für fünfte und sechste Klassen wird eine Notbetreuung bereitgestellt. 

Tätowiererin Claudia Lehnigk über den Corona-Protest #IhrMachtUnsNackt

Hamburg

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) sprach sich nicht für weitere Lockerungen, sondern für schärfere Maßnahmen aus. Der Inzidenzwert in der Hansestadt war zuletzt wieder etwas angestiegen und schwankt um die 70. Für besonders belebte Orte etwa rund um die Alster oder den Jungfernstieg wurde daher eine ab Samstag, 27. Februar, geltende Maskenpflicht beschlossen. Eine frühzeitige Öffnung von Geschäften wie Gartencentern könne man nicht verantworten, so Senatssprecher Marcel Schweitzer.

"Priorität bei den Öffnungen hat der Bereich Kita und Schule", betonte Bürgermeister Tschentscher. Ab dem 15. März soll Präsenzunterricht wieder möglich sein, genaue Regeln sind noch nicht bekannt. Für die Wiederaufnahme des Präsenzbetriebs wolle man bei der Maskenpflicht bleiben und Schnelltests miteinbeziehen.

Friseure haben – wie in ganz Deutschland – auch in der Hansestadt wieder ab dem 1. März geöffnet.

Hessen

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat der Bevölkerung seines Bundeslandes weitere Corona-Lockerungen im März in Aussicht gestellt. Wenn sich die pandemische Entwicklung nicht verschlechtere, sollten sich wieder fünf Personen aus zwei Haushalten treffen dürfen, sagte Bouffier bei der Präsentation eines Stufenplans am Donnerstag in Wiesbaden. Kinder bis 14 Jahren werden dabei nicht mitgerechnet.

Auf allen Sportanlagen in Hessen soll nach dem Plan dann wieder mit diesen Kontaktregeln Sport betrieben werden können. Amateursport für Kinder und Erwachsene sei jedoch wegen der noch immer unübersichtlichen Situation mit den ansteckenderen Varianten des Coronavirus noch nicht wieder möglich. Die erste Stufe des Plans sieht den Angaben zufolge zudem die Öffnung von Freizeit- und Kultureinrichtungen unter freiem Himmel vor. Das Einkaufen soll in allen Geschäften im Land mit einer vorherigen Terminvereinbarung unter strengen Hygieneregeln möglich gemacht werden. Reinen Präsenzunterricht soll es vorerst nur für Abschlussklassen geben.

Der Ministerpräsident betonte, dass es sich bei diesen Öffnungsschritten vorerst um einen Plan, aber noch nicht um einen Beschluss handele. Das Pandemiegeschehen sei die Richtschnur des Handelns, erklärte Bouffier.

Mecklenburg-Vorpommern

Im nordöstlichen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern dürfen ab März Friseurbetriebe und Gartenbaucenter wieder öffnen. In Regionen, die bereits die Zielinzidenz von 35 erreicht oder unterschritten haben, ist außerdem die Öffnung von Geschäften für Kosmetik, Fuß- und Nagelpflege wieder erlaubt. Für alle anderen Regionen gelten diese Lockerungen ab dem 8. März.

Zoos dürfen dann wieder Besucher in ihre Außenbereiche einlassen. Liegt der Inzidenzwert landesweit stabil unter 35, soll laut beschlossenem Stufenplan die Öffnung des Einzelhandels wieder mit begrenzter zulässiger Kundenzahl zugelassen werden. Schulen könnten dann erneut in den Regelbetrieb übergehen.

Niedersachsen

Die niedersächsische Landesregierung sieht bei Verkaufsstellen für Schnittblumen, Topfblumen und Topfpflanzen keine große Infektionsgefahr. Gartencenter und Gärtnereien dürfen in Niedersachsen bereits seit dem 13. Februar wieder öffnen. Andere Lockerungen stehen derzeit nicht in Aussicht.

Der Schulbetrieb soll vorerst weiter digital stattfinden, es sei denn, die Bund-Länder-Konferenz kommt am 3. März zu einem anderen Ergebnis. Anke Pörksen, Sprecherin der niedersächsischen Landesregierung, zeigte sich auf einer Pressekonferenz aber optimistisch. Durch die laufenden Impfungen und die kommenden Schnelltests habe man Hoffnung, bald Lockerungen veranlassen zu können.

Nordrhein-Westfalen

"Im Moment sind Öffnungen nur möglich, um schwere Schäden aufzufangen", sagte jüngst Ministerpräsident Armin Laschet (CDU). In NRW öffnen zum 1. März Friseurgeschäfte sowie Dienstleister für nichtmedizinische Fußpflege, da "gerade ältere Menschen" darauf angewiesen seien. Baumärkte dürfen ab Monatsbeginn Schnittblumen, Topfpflanzen und Saatgut auch an Privatpersonen verkaufen, der Handel mit anderen Waren ist weiterhin verboten. Bereits wieder zugelassen ist Sport auf Außenanlagen, sofern maximal zwei Personen oder nur Personen eines Haushaltes zusammenkommen. Manschaftssport ist dementsprechend weiterhin untersagt. Für weitere Öffnungsperspektiven sei der geplante flächendeckende Einsatz von Schnelltests wichtig.

Schüler von Abschlussklassen und der Primarstufe sollen wieder mehr in Präsenz unterrichtet werden. Schon seit dem 22. Februar finden Präsenz- und Distanzunterricht für diese Schülergruppen im Wechsel statt, für Abschlussklassen optional auch mit voller Klassenstärke in Präsenz. Für alle anderen gilt zunächst weiter der Distanzunterricht.

Rheinland-Pfalz

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) findet einen Teil der derzeitigen Corona-Regeln nicht mehr verständlich. Dreyer zufolge sind die Regeln schon länger so eng, dass sie nicht mehr stringent eingehalten würden. Insbesondere bei den Kontaktbeschränkungen sieht sie Lockerungsbedarf: Sinnvoll sei, dass sich bald wieder zwei Haushalte mit bis zu fünf Personen treffen können, so Dreyer in der Sendung Frühstart von RTL/N-TV.

Für den Einzelhandel fordert Dreyer ebenfalls Öffnungsschritte, insbesondere für die angeschlagene Gastronomie sei die Öffnung von Außenbereichen denkbar. "Im März wäre gut", sagte sie. Für Kultur und körpernahe Dienstleistungen solle ebenfalls ein Perspektivplan erstellt werden. Ab dem 1. März öffnen in Rheinland-Pfalz bereits Friseurgeschäfte und Fußpflege-Einrichtungen. Gärtnereien, Gartencenter und Blumenläden dürfen Kunden im Außenbereich bedienen, andere Läden dürfen mit zuvoriger Terminvergabe Kunden einlassen.

Zoos und botanische Gärten dürfen ihre Außenanlagen öffnen, wobei Tickets vor dem Besuch gebucht werden müssen. Praktischer Fahrschulunterricht ist erlaubt, wenn sowohl Fahrlehrer als auch Fahrschüler Masken tragen. Zulässig ist auch wieder der Einzelunterricht in Musikschulen, allerdings bleiben Gesang und das Spielen von Blasinstrumenten untersagt.

Corona-Regeln: Ab heute kommen die ersten Lockerungen: Das sind die Pläne der einzelnen Bundesländer

Saarland

"Es ist nicht die Zeit für großangelegte Öffnungen, aber wir waren uns einig, dass es an der Zeit ist, erste kleinere Erleichterungen zu wagen", sagte der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) über die geplanten Lockerungen der Landesregierung. Ab dem 1. März dürfen einige Geschäfte im Saarland wieder öffnen, darunter Friseure und nichtmedizinische Fuß-, Hand-, Nagel- und Gesichtspflege. Gärtnereien und Gartencenter dürfen in ihren Außenbereichen wieder Produkte des Gartenbaus und Pflanzen verkaufen. Andere Ladenlokale können mit Kunden Einzeltermine in ihren Geschäften vereinbaren.

Schüler und Schülerinnen der Abschlussklassen können im Saarland ab März wieder in Präsenz unterrichtet werden, die restlichen Schulklassen werden schrittweise zum Wechselunterricht übergehen. Den Anfang machen Grundschulen und der Primarbereich in den Förderschulen.

Sachsen

Seit dem 15. Februar ist in Sachsen bereits das Abholen von Waren in Geschäften per Click & Collect erlaubt – wie Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) Medienberichten zufolge sagte, will Sachsen ab dem 8. März zusätzlich Click & Meet beziehungsweise Termin-Shopping möglich machen. Mit einem vorher vereinbarten Termin können Kunden dann im Geschäft einkaufen. Friseure und Fußpflege-Dienstleister dürfen ab dem 1. März unter Einhaltung der Hygieneregeln ebenfalls wieder Kunden empfangen. Unterricht an Fahrschulen ist ab dem 1. März wieder erlaubt, sofern dieser berufsbedingt notwendig ist.

Weitere Lockerungen stellte Ministerpräsident Kretschmer vorerst nicht in Aussicht. Ausgangssperren und die Eingrenzung des Bewegungsradius auf 15 Kilometer sollen in den Regionen aufgehoben werden, die den Inzidenzwert von 100 unterschreiten. 

Schüler der Unterstufe an Schulen mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung sowie Grundschüler und Schüler der Primarstufe an Förderschulen dürfen bereits seit dem 15. Februar wieder regulär zur Schule gehen. Die Schulbesuchspflicht ist allerdings aufgehoben. Eltern entscheiden, ob sie ihr Kind zur Schule schicken. Kitas sind ebenfalls geöffnet.

Sachsen-Anhalt

Die Landesregierung von Sachsen-Anhalt hat einige Lockerungen vor dem 7. März geplant. Bereits ab kommendem Montag dürfen Baumärkte, Gärtnereien und Blumenläden wieder öffnen. Fahr- und Flugschulen ist der Unterricht ab dem 1. März wieder gestattet.

Grund- und Förderschulen sollen zu Monatsbeginn regulär öffnen, wobei die Präsenzpflicht zunächst ausgesetzt wird. Überschreitet ein Landkreis den Inzidenzwert von 200, werden die Schulen wieder geschlossen. Ebenfalls wieder möglich wird der Unterricht an Sportschulen, damit Spitzensportler wieder trainieren können und die Chancen gewahrt werden, "wieder Weltmeisterschafts- und Olympiamedaillen zu erringen", so Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU).

Über weitere Lockerungen werde in einem "Sachsen-Anhalt-Plan" entschieden. Voraussetzung für Öffnungen sei aber ein stabiler Inzidenzwert von unter 50. Die Gastronomie dürfe demnach etwa wieder öffnen, sobald der Wert von unter 35 erreicht sei.

Schleswig-Holstein

Schleswig-Holstein plant für März einige Öffnungsschritte. Neben Friseuren dürfen etwa auch Nagelstudios wieder Kunden empfangen, wenn Masken getragen und Kontaktdaten aufgenommen werden. Gartencenter, Gärtnereien, Blumenläden und Gartenabteilungen in Baumärkten ist die Öffnung ab Montag erlaubt. Freizeitangebote wie Zoos, Tierparks Aquarien oder Angelteiche dürfen mit entsprechendem Hygienekonzepten Gäste in ihre Außenbereiche lassen. Auch Individualsport auf Sportanlagen ist dann wieder möglich. Grundschulen und Kitas sind bereits seit dem 22. Februar geöffnet.

Die in Schleswig-Holstein anstehenden Lockerungen etwa in Form der Öffnung von Friseuren oder Gartencentern gelten in Hochinzidenz-Gebieten wie Flensburg trotz der seit Kurzem etwas entspannteren Lage nicht.

Thüringen

Die thüringische Landesregierung hat den Lockdown über den 7. März hinaus bis zum 15. März verlängert. Thüringen ist innerhalb Deutschlands mit einem Inzidenzwert von 121,2 (Stand 26. Februar) ein Corona-Hotspot. Dennoch stehen einige Öffnungen zum neuen Monat an: Ab dem 1. März dürfen Friseure, Baumschulen, Gartenmärkte, Gärtnereien- und Floristikbetriebe wieder öffnen, Fahrschulen sind der Unterricht und Fahrprüfungen erlaubt.

Grundschulen und Kindergärten haben im eingeschränkten Regelbetrieb geöffnet, in der kommenden Woche sollen höhere Klassenstufen der weiterführenden Schulen folgen. Landkreise mit einer hohen Inzidenz sind davon ausgenommen: Ab einem Inzidenzwert von 150 wird die Schließung künftig empfohlen, ab einer Inzidenz von 200 müssen Schulen geschlossen bleiben.

Damit Gastronomie und Einzelhandel wieder öffnen dürfen, muss in Thüringen die Inzidenz unter 100 sinken. Dann dürfte auch wieder in Fitnesstudios trainiert werden. Ab einem landesweiten Inzidenzwert von 25 könnten Bars, Clubs und Diskotheken wieder ihren Betrieb aufnehmen.

Quellen: DPA, Bayerisches Staatsministerium, "Weser Kurier", NDR, "Spiegel", "HNA", Landesregierung NRW, SWR, SR, CDU Sachsen, MDR, Schleswig-Holstein

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