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Datenschutzbeauftragter Schaar: Spitzelaffäre könnte sich ausweiten

Hat nur die Bahn ihre Mitarbeiter durchleuchtet - oder ist das auch in anderen Unternehmen üblich? "Ich gehe davon aus, dass es vergleichbare Fälle gegeben hat", sagt Deutschlands oberster Datenschützer Peter Schaar im stern.de-Interview. Er hole gerade Auskünfte ein.

"Big Brother" scheint allgegenwärtig. Wie der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar (Grüne) im Video-Interview mit stern.de sagt, war die Spitzelaffäre bei der Bahn vermutlich kein Einzelfall. "Ich habe zumindest einige Unternehmen, die in meinem Zuständigkeitsbereich sind, angesprochen." Noch lägen keine Ergebnisse vor. Vor allem bei internationalen Firmen gäbe es so genannte "Background-Checks", um Korruption nachzuspüren.

Die Rasterfahndung der Bahn unter 173.000 Mitarbeitern hält Schaar gleichwohl für völlig überzogen. "Rasterfahndung sind keine Peanuts, sondern da geht es ans Eingemachte", sagt Schaar im "Café Einstein". Zugleich kritisiert er die Vorwürfe der Bahn gegen den Berliner Datenschützers Alexander Dix. Das sei ein Versuch der Einschüchterung. Die Bahn hatte verlautbaren lassen, Dix sei parteiisch und habe Geheimnisverrat betrieben.

Das komplette Interview mit Schaar sehen Sie hier im "Café Einstein".

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