DURCHSUCHUNG Razzia in Hamburger Moschee


Bei der Fahndung nach einem mutmaßlichen Terroristen hat die Polizei eine Moschee in Hamburg durchsucht. In dem Gotteshaus wurde nach einem Hinweis ein Mann gesucht, der einen Anschlag geplant haben soll.

Die Polizei im Hamburg hat am Mittwochmorgen nach eigenen Angaben nach einem Hinweis über einen bevorstehenden Sprengstoffanschlag eine Moschee durchsucht.

Es habe einen Hinweis gegeben, dass sich in der Moschee eine Person unbekannter Identität aufhalte, die einen Sprengstoffanschlag vorbereiten wolle, sagte ein Polizeisprecher. Ob sich dieser Verdacht erhärtet habe, wollte der Sprecher am Morgen unter Verweis auf die noch laufende Durchsuchung nicht kommentieren. Es seien aber zunächst sechs Personen zur Identitätsklärung zum Polizeipräsidium gebracht worden, die sich im Gästehaus der Moschee aufgehalten hätten. Für 12.00 Uhr kündigten die Behörden eine Pressekonferenz in der Hansastadt an.

»Islamic Center Hamburg«

Bei dem Gotteshaus handelt es sich um die El-Nour-Moschee im Hamburger Stadtteil St. Georg. Ein Schild weist das Haus als »Islamic Center Hamburg« aus. Es liegt etwa 500 Meter entfernt von der Moschee Al Kods, in der der mutmaßliche Anführer der Anschläge vom 11. September 2001 in den USA, Mohammed Atta, früher gebetet hatte. Atta gilt als Drahtzieher der Anschläge, bei denen vor genau einem Jahr rund 3000 Menschen bei Flugzeugattentaten auf das World Trade Center und das US- Verteidigungsministerium getötet worden waren.

Die Durchsuchung der Moschee begann den Angaben zufolge am frühen Morgen und dauerte auch gegen 8.00 Uhr noch an. Zahlreiche Beamte waren im Hamburger Stadtteil St. Georg im Einsatz. Auf einer Länge von rund 100 Metern war die Straße abgesperrt. Die Moschee liegt unmittelbar neben einem Reisebüro und ist eine von vielen in dem überwiegend von Ausländern bewohnten Stadtteil, in dem türkische Cafes dominieren. An dem Einsatz waren den Angaben der Behörden zufolge Beamte eines Sondereinsatzkommandos, der Schutzpolizei und Spürhunde beteiligt.

Verstärkte Sicherheitsvorkehrungen bundesweit

In mehreren Bundesländern haben die Behörden für den heutigen Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001 verstärkte Sicherheitsvorkehrungen angekündigt.

Inka Blumensaat


Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker