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Forsa-Umfrage: Sozialdemokraten holen auf

Erstmals seit Monaten hätte eine mögliche schwarz-gelbe Koalition nach der Bundestagswahl keine Mehrheit mehr. Das ergibt eine Forsa-Wahlumfrage nach dem TV-Duell. Die SPD liegt zwar weiter hinter der Union, holt aber deutlich auf.

Direkt nach dem TV-Duell konnte Umfragen zufolge vor allem Gerhard Schröder die noch unentschlossenen Wähler überzeugen. Und von seinem Auftritt profitiert die SPD offenbar stärker als angenommen, denn die Sozialdemokraten können in der Wählergunst deutlich aufholen, während Union und FDP erstmals seit Wochen keine Mehrheit für eine Koalitionsregierung mehr haben.

Union und FDP hätten laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag von "RTL" und stern jeweils einen Punkt auf 42 und sechs Prozent verloren. Die SPD dagegen habe nach dem TV-Duell am Sonntag um drei Punkte auf 34 Prozent zugelegt. Die Grünen liegen danach unverändert bei sieben Prozent, die Linkspartei verlor gegenüber der Vorwoche einen Punkt auf acht Prozent. Linkspartei, SPD und Grüne kämen demnach erstmals auf eine Mehrheit von 49 Prozent, gegenüber 48 Prozent für Schwarz-Gelb.

Die Befragung fand am Montag und Dienstag dieser Woche statt und berücksichtigt damit das Fernsehduell vom Sonntagabend und die Diskussion darüber an den Folgetagen. "Es ist der SPD offensichtlich gelungen, aufgrund des guten Eindrucks von Gerhard Schröder beim TV-Duell einen Teil der bislang unentschlossenen SPD-Wähler wieder zurückzuholen. Wenn sich diese Entwicklung stabilisiert, wird es knapp für Schwarz-Gelb", sagte Forsa-Chef Manfred Güllner.

Auch in einer Umfrage des Instituts Emnid für die "Berliner Morgenpost" legt die SPD zu. Hier gewinnen die Sozialdemokraten im Vergleich zur Vorwoche zwei Prozentpunkte auf 32 Prozent. CDU/CSU lagen unverändert bei 42 Prozent. Auch FDP und Grüne veränderten ihre Werte nicht und lagen bei jeweils sieben Prozent. Die Linkspartei verschlechterte sich um einen Prozentpunkt auf neun Prozent. Damit liegt Schwarz-Gelb mit 49 Prozent vor SPD, Grüne und Linkspartei mit zusammen 48 Prozent.