Friedrich Merz Union läuft der Linken hinterher


Der ehemalige CDU-Fraktionsvorsitzende Friedrich Merz geht mit seiner Partei hart ins Gericht: Er kritisiert den Linksruck der Union und wirft ihr vor, in der Sozialpolitik der Linken hinterherzulaufen, statt sich "mutig in den Weg zu stellen".

Friedrich Merz hat die Sozialpolitik seiner Partei grundsätzlich kritisiert und ihr vorgeworfen, der Linken hinterherzulaufen. Union und SPD machten den Fehler, sich von Parolen und Politik der Partei Die Linke beeindrucken zu lassen, "statt sich ihnen mutig und beherzt in den Weg zu stellen", sagte der Bundestagsabgeordnete der Wochenzeitung "Die Zeit".

"Es müsste der Partei viel mehr zu denken geben, dass ein Absturz der Sozialdemokraten praktisch keine Wirkung hat auf die Umfrageergebnisse der CDU", sagte Merz. Der 52-jährige Jurist kritisierte besonders die beschlossene Rentenerhöhung um 1,1 Prozent. "Mit der Erhöhung hat die große Koalition wieder einmal die Illusion genährt, dass die Politik einfach nur in die Trickkiste greifen muss, um ein Problem zu lösen."

Die zusätzlichen Ausgaben seien aber nicht das größte Problem: "Psychologisch ist diese Entscheidung noch viel problematischer als fiskalisch. Dadurch entsteht Politikverdrossenheit, unter der die SPD mit Verlusten an die Linkspartei leidet und die Union mit noch größeren Verlusten an die Partei der Nichtwähler."

DPA DPA

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