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G20-Gipfel in Hamburg: Schanze erneut Schauplatz der Gewalt - So verlief die Nacht

Der G20-Gipfel in Hamburg ist beendet. Die Staats- und Regierungschefs sind abgereist. Die Demos blieben weitgehend friedlich. Erst in der Nacht musste die Polizei massiv eingreifen. Der zweite Gipfeltag zum Nachlesen.

Hinweis: Der Liveblog ist auf dem Stand von Juli 2017. Anlässlich des Jahrestags des G20-Gipfels veröffentlichen wir ihn erneut unbearbeitet zur Dokumentation.

G20

Der G20-Gipfel in Hamburg ist vorbei. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich in ihrer Abschlusspressekonferenz zufrieden mit den Ergebnissen gezeigt. Doch neben den politischen Botschaften bleiben aus der Hansestadt vor allem grässliche Bilder im Gedächtnis. Die Heftigkeit der Krawalle war beispiellos und wird sicher nicht nur die Bürger und die Politik in Hamburg noch lange beschäftigen.

Demos gegen G20 überwiegend friedlich

Am zweiten G20-Gipfeltag standen zwei weitere große Demonstrationen an. Bis auf ein paar kleinere Auseinandersetzungen blieben diese aber friedlich. Die Befürchtung, dass die Nacht noch schlimmere Gewaltexzesse bringen würde, als die vorangegangene, bewahrheitete sich nicht. Die Polizei fuhr vor allem im Schanzenviertel massiv Einsatzkräfte auf und behielt die Lage so weitestgehend unter Kontrolle. Hier können Sie die Ereignisse des zweiten Gipfeltages nachlesen.


Die Ereignisse des G20-Gipfels im Liveblog

  • Marc Drewello
    • Marc Drewello

    Bis auf kleinere Scharmützel scheint sich die Lage jetzt beruhigt zu haben. Wir hoffen, dass es auch so bleibt und verabschieden uns bis zum Morgen. Ihnen allen eine gute und erholsame Nacht.

  • Marc Drewello
    • Marc Drewello

    Die Polizei hat soeben die Angaben zur Zahl der Festnahmen beziehungsweise Ingewahrsamnahmen aktualisiert. Seit Beginn der Proteste gegen den G20-Gipfel in Hamburg seien 144 Personen festgenommen und 144 weitere in Gewahrsam genommen worden, teilte ein Polizeisprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur DPA mit.

  • Felix Haas
    • Felix Haas

    Die DPA meldet Folgendes: Angriffe mit Steinen und Flaschen auf Polizeibeamte waren nach Angaben der Polizeipressestelle der Auslöser für den massiven Einsatz gegen teils vermummte Demonstranten auf dem Pferdemarkt. Zudem seien bei einer Sparkassen-Filiale Fenster zu Bruch gegangen. Der Polizei
    lagen zugleich Meldungen über Personen vor, die gegen Störer vorgehen wollten.

  • Felix Haas
    • Felix Haas

    Die Lage auf dem Schulterblatt ist nun friedlich. Die Polizei hat derzeit weitestgehend die Kontrolle. Unser Reporter Boris Wintzenburg ist noch einmal ums Viertel geradelt und berichtet: "Überall gibt es mal kleinere Scharmützel, zuletzt wohl vor dem St. Pauli Schwimmbad. Aber die Polizei ist extrem massiv aufgestellt, sowohl im Viertel, wo Hundertschaften zu Fuß unterwegs sind, als auch ringsum. Habe zwei Dutzend Wasserwerfer gezählt. Die Stimmung war aber noch angespannt. Aber so wie letzte Nacht wird es in der Schanze nicht."

  • Marc Drewello
    • Marc Drewello

    Auch die U- und S-Bahnen fahren wieder.

  • Felix Haas
    • Felix Haas

    Langsam beruhigt sich die Lage offenbar.
    Die Bundespolizei teilt mit, dass die Sperrungen im Bereich Sternschanze wieder aufgehoben sind.

  • Felix Haas
    • Felix Haas

  • Marc Drewello
    • Marc Drewello

    Die Straße ist frei und die Polizei rückt weiter vor.

  • Felix Haas
    • Felix Haas

  • Marc Drewello
    • Marc Drewello

    Nach mehrmaligen Aufforderungen, die Straße zu räumen, und dem Versuch, die Sitzblockade mithilfe von Wasserwerfern aufzulösen, setzt die Polizei massiv Pfefferspray ein.

  • Felix Haas
    • Felix Haas

    Jetzt setzt die Polizei wieder Wasserwerfer ein - sie will die Straße räumen. An der Ecke Juliusstraße sitzt eine Blockade und ruft: "Wir sind friedlich, was seid ihr?" Die Polizei ruft: "Bitte geben Sie unverzüglich die Straße frei, ansonsten werden Sie von polizeilichen Maßnahmen getroffen". Die Bloackade räumt den Platz nicht.

  • Felix Haas
    • Felix Haas

    Dort ist die Lage aber ruhig. Massive Polizeipräsenz. Keine Ausschreitungen vor der Flora.

  • Felix Haas
    • Felix Haas

    Die Polizei kesselt derzeit offenbar den Bereich rund um die Rote Flora ein.

  • Felix Haas
    • Felix Haas

    Daniel Wüstenberg schickt uns ein Bild von der Sternbrücke

  • Marc Drewello
    • Marc Drewello

    Die vorrückenden Polizeikräfte machen Videoaufnahmen von dem Einsatz. Per Lautsprecherdurchsage teilen sie mit, dass die Aufnahmen dazu dienen sollen, Gewalttäter zu identifizieren.