Gesetzliche Krankenkassen Zusätzliche Belastungen für Versicherte


Die Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen müssen mit zusätzlichen Belastungen rechnen. "Ingesamt werden die Zusatzbeiträge oder das Volumen sicherlich steigen", sagte der CDU-Gesundheitsexperte Jens Spahn am Montag im ARD-"Morgenmagazin".

Die Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen müssen mit zusätzlichen Belastungen rechnen. "Ingesamt werden die Zusatzbeiträge oder das Volumen sicherlich steigen", sagte der CDU-Gesundheitsexperte Jens Spahn am Montag im ARD-"Morgenmagazin". Es gehe darum, eine "breitere Finanzierungsgrundlage für die gesetzliche Krankenversicherung zu finden". Wichtig sei, dass dies "sozial ausgeglichen passiert", hob Spahn hervor. Daher solle der Sozialausgleich für Geringverdiener aus Steuermitteln finanziert werden. Nach Angaben des CDU-Politikers "muss bis zur Sommerpause klar sein, wie es weitergeht".

Experten der Koalitionsparteien hatten am Wochenende in Berlin über Einsparmöglichkeiten im Gesundheitswesen beraten und anschließend Fortschritte beim Kampf gegen das Milliarden-Defizit der Kassen verkündet. Details wurden zunächst aber nicht genannt. In der gesetzlichen Krankenversicherung droht im nächsten Jahr ein Defizit von elf Milliarden Euro. Das will die Koalition durch Einsparungen von vier Milliarden Euro und zusätzliche Einnahmen in den Griff bekommen. In den vergangenen Monaten hatten FDP und CSU heftig über die Gesundheitspolitik gestritten, insbesondere wegen des Neins der Christsozialen zum Konzept des Bundesgesundheitsministers Philipp Rösler (FDP) für eine einkommensunabhängige Kopfpauschale.

Wenn die Beitragssätze in der gesetzlichen Krankenversicherung in der Krise nicht steigen sollten und auch der Steuerzuschuss nicht erhöht werden könne, dann gehe es darum, "die bestehenden Zusatzbeiträge weiterzuentwickeln", bekräftigte Spahn. Den Zusatzbeitrag können die gesetzlichen Kassen zusätzlich zum Einheitsbeitrag von 14,9 Prozent selbst erheben. Er ist bislang auf ein Prozent des beitragspflichtigen Einkommens begrenzt.

AFP AFP

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker