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Gespräche von Union und FDP: Merkel sieht noch keine Jamaika-Koalition

Die Union und FDP haben sich zu ersten Sondierungsgesprächen getroffen. Dabei hat Angela Merkel Zweifel daran geäußert, dass es zu einer Jamaika-Koalition kommt. Es gebe "gewaltige Unterschiede" zwischen der Union, FPD und Grünen.

Unions-Kanzlerkandidation Angela Merkel sieht nach wie vor "gewaltige Unterschiede" zwischen CDU/CSU, FDP und Grünen. Nach einem ersten Sondierungsgespräch mit der Spitze der FDP am Donnerstag in Berlin sagte Merkel, die Union werde "mit staatspolitischer Verantwortung" mit dem Ergebnis der Bundestagswahl umgehen und deshalb auch mit den Grünen reden.

"Wir haben einen Auftrag zur Regierungsbildung", sagten Merkel und der CSU-Vorsitzende Edmund Stoiber nach dem gut einstündigen Meinungsaustausch. Die SPD und Bundeskanzler Gerhard Schröder müssten vier Tage nach der Wahl beginnen zu akzeptieren, dass sie die Wahl nicht gewonnen, sondern verloren hätten, sagten die Gesprächspartner. Einer schwarz-gelben Minderheitsregierung erteilte sie eine klare Absage erteilt. "Eine Minderheitenregierung ist nicht das, was den Ansprüchen Deutschlands als großes Land in der Welt gerecht wird".

Zwischen Union und FDP gebe es einen "großen Bestand" an Gemeinsamkeiten, sagte Merkel. Die Generalsekretäre der Parteien seien beauftragt worden, neben den Gemeinsamkeiten auch die Punkte aufzuschreiben, wo es Dissens gebe. Stoiber, Merkel und FDP-Chef Guido Westerwelle betonten, Deutschland brauche ungeachtet des schwierigen Wahlergebnisses eine stabile Regierung.

DPA / DPA