Hessen-Wahl SPD droht schlechtestes Nachkriegs-Ergebnis


Der hessischen SPD droht bei der Landtagswahl in einer Woche ein Ergebnis von nur noch rund 25 Prozent. Das ergab eine Meinungsumfrage des ZDF Politbarometers. Demnach können CDU und FDP mit einer Mehrheit rechnen, obwohl die Linke knapp im Landtag bleibt.

Bei der Landtagswahl in Hessen können CDU und FDP einer repräsentativen Umfrage zufolge mit einer klaren Regierungsmehrheit rechnen. In der am Samstag - gut eine Woche vor der Abstimmung am 18. Januar - von ZDF, Hit Radio FFH und der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" veröffentlichten Erhebung der Forschungsgruppe Wahlen kommt die CDU auf 41 Prozent, die FDP auf 13 Prozent. Die SPD würde auf 25 Prozent abstürzen, die Grünen erhielten 13 Prozent. Die Linke würde mit fünf Prozent knapp den Wiedereinzug in den Wiesbadener Landtag schaffen.

Eine Koalition aus CDU und FDP findet die größte Unterstützung: Ein schwarz-gelbes Bündnis fänden 47 Prozent der 1072 Befragten gut, 30 Prozent lehnen es ab. Eine klare Absage erteilten die vom 6. bis 8. Januar telefonisch befragten Wahlberechtigten einer Koalition aus SPD, Grünen und Linken: 72 Prozent fänden Rot-Grün-Rot für Hessen schlecht, nur 14 Prozent hielten eine solche Regierung für gut. Im vergangenen Jahr war SPD-Landeschefin Andrea Ypsilanti zweimal mit dem Versuch gescheitert, eine rot-grüne Minderheitsregierung mit Tolerierung der Linkspartei zu bilden.

Als Ministerpräsident wünschen sich 44 Prozent der Befragten weiterhin Amtsinhaber Roland Koch (CDU). Seinen Herausforderer von der SPD, Thorsten Schäfer-Gümbel, würden 33 Prozent lieber als Regierungschef sehen. 45 Prozent der Wahlberechtigten wissen der Umfrage zufolge aber noch nicht, ob und wen sie wählen wollen: Unsicherheit gibt es laut Forschungsgruppe Wahlen vor allem bei Wählern, die der SPD, den Grünen oder der Linken nahe stehen.

DPA DPA

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