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Digitaler Bundesparteitag Schlechteste Stimmenzahl aller Kandidaten – Spahn mit magerem Ergebnis zum CDU-Vize gewählt

Das hatte sich Armin Laschet auch so gewünscht: Jens Spahn steigt zum Vize-Vorsitzenden der CDU auf. Allerdings schaffte es der Bundesgesundheitsminister mit dem mit Abstand schlechtesten Ergebnis aller Kandidaten in das Führungsamt.

Nach der Wahl von Armin Laschet zum CDU-Chef ist Bundesgesundheitsminister Jens Spahn wie erwartet in den Kreis der fünf stellvertretenden Parteivorsitzenden aufgestiegen. Der digitale Parteitag wählte ihn am Samstag aber mit dem mit Abstand schlechtesten Ergebnis aller Kandidaten in das Führungsamt, das bisher Laschet innehatte. Spahn erhielt nur 589 Stimmen.

Neben Spahn bestätigten die Delegierten den hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier, die Vorsitzende des CDU-Verbandes Oldenburg, Silvia Breher, Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner und Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl in ihren Ämtern als Partei-Vize. Für Bouffier stimmten 806 Delegierte, für Klöckner 787, für Breher 777 und für Strobl 670. Das Ergebnis der digitalen Abstimmung muss noch in einer Briefwahl bestätigt werden, dies gilt aber als Formalie.

CDU-Bundesparteitag: Armin Laschet und Jens Spahn als Team

Bei der Wahl des CDU-Vorsitzenden hatte sich der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Laschet zuvor in einer Stichwahl gegen Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz durchgesetzt. Außenpolitiker Norbert Röttgen war bereits in der ersten Wahlrunde ausgeschieden. Laschet hatte in seinem Wahlkampf zum CDU-Chef immer betont, dass er sich Spahn als Parteivize wünsche.

Laschet und Spahn traten beim Parteitag als Team an. Spahn hatte seine Wortmeldung im Rahmen einer Fragerunde mit den drei Kandidaten für den Vorsitz zuvor bereits für ein Plädoyer für Armin Laschet genutzt. "Armin Laschet hat gezeigt, dass er das Land, dass er die Partei zusammenführen kann. Er lebt Zusammenhalt", sagte Spahn über den nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten.

In seinem Plädoyer für Laschet rechnete Spahn die Einwohnerzahl Nordrhein-Westfalens ziemlich salopp hoch: "Armin Laschet hat ein Viertel der Deutschen in Nordrhein-Westfalen als Ministerpräsident tatkräftig, entschlossen, besonnen bisher durch diese Pandemie geführt", sagte er. In Deutschland leben 83,1 Millionen Menschen. Ein Viertel davon wären knapp 20,8 Millionen – NRW zählt aber nur 17,9 Millionen Einwohner.

tim DPA

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