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Kategorie StartUp: "Vibraweck" räumte ab

Deutschlands Schüler haben den richtigen Riecher für gesellschaftspolitische Trends und zukunftsfähige Geschäftsideen. Zu diesem Fazit kommt die Jury von Deutschlands größtem Existenzgründer-Planspiel, der StartUp-Werkstatt.

An dem Wettbewerb beteiligten sich Schüler aus ganz Deutschland mit fiktiven Unternehmenskonzepten. Mit ihrer Idee, einen innovativen, beziehungsrettenden Vibrations- und Anti-Schnarchwecker zu entwickeln, schaffte das Schülerteam "Morpheus Products" aus Remscheid den Sprung auf Platz eins.

Im Rahmen der Bundessiegerehrung stellten am Dienstag die zehn besten Teams des Schülerwettbewerbs ihre fiktiven Unternehmenskonzepte vor. Dabei war auch in diesem Jahr zu erkennen, dass Deutschlands junge Gründer nicht nur ausgesprochen unternehmerisch denken. Sie sind zudem in der Lage, Marktnischen aufzuspüren und gesellschaftliche Trends in konkrete Geschäftsideen umzusetzen. So waren unter den eingereichten Konzepten das Dienstleistungsgewerbe und der in Zeiten des demographischen Wandels wichtige Zukunftsmarkt der Senioren stark vertreten. "Es ist beeindruckend, wie professionell und zukunftsfähig die erarbeiteten Geschäftspläne sind. Die Jugendlichen haben sich intensiv mit den Herausforderungen unserer Gesellschaft auseinander gesetzt. Damit steht fest: Die Teams der StartUp-Werkstatt sind am Puls der Zeit", sagte Christoph Schulz, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands.

In vier Monaten zum "eigenen“"Unternehmen

Rund 1190 Schülerteams hatten sich in diesem Jahr dem Wettbewerb um die beste Geschäftsidee gestellt und damit einen Teilnehmerrekord bei der StartUp-Werkstatt aufgestellt. Vier Monate hatten die Schülerinnen und Schüler Zeit, sich intensiv mit dem Thema Existenzgründung auseinander zu setzen. Der von dem Siegerteam entwickelte "Vibraweck" füllt nicht nur eine Marktlücke, sondern ist auch als "Beziehungsretter" für Paare gedacht: Durch den lautlosen Vibrationsalarm können sich Partner zu unterschiedlichen Uhrzeiten wecken lassen, ohne dass der jeweils andere gestört wird. Zudem erkennt das innovative Produkt Schnarchgeräusche und wirkt gegen diese an.

Die weiteren Ideen waren ebenso originell wie professionell: Neben der Herstellung von raffinierten Bananenverpackungen und der Vermittlung von Senioren-WGs beschäftigten sich die jungen Gründer unter anderem mit der Entwicklung von intelligenten Notrufsystemen oder außergewöhnlichen gastronomischen Konzepten. Den zweiten Platz erhielt das Team "Bikeoxide" aus Nürtingen mit seinem selbstverdunkelnden Helmvisier, den dritten Platz konnte sich "Pregovita" aus Rinteln sichern. Ihre Idee: Wohngemeinschaften für Senioren zusammenführen. Die zehn Gewinnerteams erhalten Geldpreise in Höhe von insgesamt 6000 Euro. Zusätzlich reisen die fünf besten Teams im Herbst ins Future Camp, das ihnen ein speziell für Schüler entwickeltes Management- und Persönlichkeitstraining bietet.

Bisher nahmen rund 20.000 Schüler an der Werkstatt teil

Die StartUp-Werkstatt ist das größte Existenzgründer-Planspiel für Schüler zwischen 16 und 21 Jahren in Deutschland. In Teams gründen die Jugendlichen fiktive Unternehmen und lernen so spielerisch die Welt der Wirtschaft kennen. Spielplattform ist das Internet. Partner der StartUp-Werkstatt im Rahmen der 1997 gegründeten StartUp-Initiative sind der stern, die Sparkassen, McKinsey & Company und das ZDF. Seit Beginn des Spiels im Jahr 1999 haben rund 20.000 Schülerinnen und Schüler an der StartUp-Werkstatt teilgenommen.

Die StartUp-Werkstatt wird unterstützt durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit und die Versicherungen der Sparkassen. Gefördert wird das Projekt von der Bertelsmann AG. Die StartUp-Werkstatt arbeitet mit verschiedenen Kultusministerien zusammen.

Die Top Ten

1. Platz:


Morpheus Products aus Remscheid (Nordrhein-Westfalen), Röntgen Gymnasium.
Der "Vibraweck" von Morpheus Products ist ein innovatives Produkt, mit dem es möglich wird, sich per Vibrationskissen lautlos wecken zu lassen.

2. Platz:


BIKEOXIDE aus Nürtingen (Baden-Württemberg), Max-Planck-Gymnasium.
BIKEOXIDE bringt das erste Helmvisier auf den Markt, dessen Tönungsintensität sich automatisch den unterschiedlichen Lichtverhältnissen anpasst.

3. Platz:


Pregovita Wohn- und Hausgemeinschaften aus Rinteln (Niedersachsen), BBS - Rinteln - KHL.
Pregovita hat sich auf die Vermittlung und Zusammenführung von Senioren-Wohngemeinschaften sowie deren Betreuung spezialisiert.

4. Platz:


BananaCrew aus Aachen (Nordrhein-Westfalen), Pius Gymnasium.
Die BananaCrew entwickelt und vermarktet intelligente, zielgruppen-orientierte Verpackungslösungen, die für mehr Komfort im Alltag sorgen.

5. Platz:


FiTa aus Scheinfeld (Bayern), Gymnasium Scheinfeld.
Sich gesund, ausgewogen und ohne großen Zeitaufwand ernähren, das ist bei FiTa, dem ersten Bio-Fast-Food-Restaurant Deutschlands, möglich.

6. Platz:


iHelp aus Wuppertal (Nordrhein-Westfalen), Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasium.
iHelp steht für intelligente, in PKWs installierte Notrufsysteme zur Lebensrettung bei Verkehrsunfällen.

7. Platz:


SCA . Senioren Computer Akademie aus Leinfelden-Echterdingen (Baden-Württemberg), Immanuel-Kant-Gymnasium.
Die Senioren Computer Akademie bietet für Menschen ab 50 Jahren Computerkurse an, die zu Hause in Einzelbetreuung stattfinden.

8. Platz:


TinyElectronics aus Schwäbisch Gmünd (Baden-Württemberg), Hans-Baldung-Gymnasium.
TinyElectronics vermarktet eine digitale Armbanduhr mit integriertem MP3-Player, die in der "Sportler-Variante" zusätzlich über einen Pulsmesser verfügt.

9. Platz:


después | silencio aus Würzburg (Bayern), Siebold Gymnasium.
después | silencio bietet ein gastronomisches Franchise-Konzept, das aus drei Elementen besteht: einem Stehcafé, einer Lounge und einer mobilen Cafébar.

10. Platz:


AV 16plus (Arbeitsverleih 16plus) aus Weißenburg (Bayern), Werner-von-Siemens-Gymnasium.
AV 16plus ist eine Vermittlungsplattform, die Arbeitssuchende ab 16 Jahren mit Arbeitgebern zusammenbringt.