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Koalitionsplanspiele: Künast und Trittin geben Schwarz-Grün keine Chance

Die Zeit der natürlichen Koalitionspartner schien schon überwunden gewesen zu sein, selbst Schwarz-Grün im Bund wurde nicht mehr ausgeschlossen. Nun aber hat die Grünen-Spitze klar gemacht: Mit der Union wird das so schnell nichts.

Als Konsequenz aus der Berlin-Wahl sollten die Grünen nach Ansicht von Bundestagsfraktionschefin Renate Künast Bündnisse mit der Union kategorisch ausschließen. "Die Option Schwarz-Grün werden wir bei den nächsten Wahlen zumachen müssen", sagte Künast dem "Spiegel". "Berlin hat gezeigt, dass unsere Wählerinnen und Wähler da 150 Prozent Klarheit brauchen."

Künast war als Spitzenkandidatin der Grünen in Berlin eigentlich angetreten, den Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) zu besiegen. Im Wahlkampf hatte sie lange Zeit versucht, eine Koalition mit der CDU als Option offenzuhalten. Dies wurde vor allem von der linken Parteibasis als strategischen Fehler kritisiert. Bei der Wahl verfehlten die Grünen dann ihr Ziel deutlich: Sie wurden lediglich drittstärkste Kraft hinter SPD und CDU.

Auch Trittin will klar gegen die CDU wahlkämpfen

In die gleiche Kerbe haut auch Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin. Er will mit einer klaren Kampfansage an Union und FDP das Potenzial seiner Partei künftig möglichst vollständig ausschöpfen. "Ich glaube grundsätzlich nicht, dass Wahlkampflinien oder Wahlkampfstile in relevantem Ausmaß Stimmenwanderungen erklären können", sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung"." Künftig müssten die Grünen sagen: "Wir wollen die schwarz-gelben Regierungen rückstandsfrei ablösen."

nik/Reuters / Reuters