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Künasts Berlin-Pläne: "Klimahauptstadt" statt "Hartz-IV-Hauptstadt"

Die Grünen-Politikerin Renate Künast möchte Berlin zur "Klimahauptstadt" machen, anstatt sie zur "Hartz-IV-Stadt" werden zu lassen. Durch ökologische Arbeitsplätze sollten 100 000 neue Jobs entstehen.

Berlin soll nach dem Willen der Grünen-Politikerin Renate Künast zur "Klimahauptstadt" und nicht zur "Hartz-IV-Hauptstadt" werden. Die sogenannte Green Economy sei eine große Chance für Berlin, sagte die Spitzenkandidatin für die Abgeordnetenhauswahl im September am Samstag bei einem Landesparteitag. Durch ökologische Arbeitsplätze sollten 100 000 neue Jobs geschaffen werden.

Künast, die Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion ist, betonte, dass es für die energetische Sanierung von Gebäuden und Wohnungen in der Hauptstadt keine Alternative gebe. "Wir wissen, dass es eine mühevolle Arbeit ist, anders zu leben", sagte sie. Klimaschutz sei auch eine Frage von Lebensqualität in Berlin. Hier hat die Partei hohe Ziele: "Wir wollen Schritt für Schritt in Berlin auf 100 Prozent erneuerbare Energien umsteigen", sagte die Parteivorsitzende Irma Franke-Dressler.

Nach dem Willen der Grünen soll Berlin auch als Gesundheitsstandort ausgebaut und der "Leuchtturm Charité" gestärkt werden. Es könne nicht sein, dass die Charité und der landeseigene Vivantes-Klinikkonzern um Patienten konkurrierten, sagte Künast.

An diesem Sonntag wollen die Grünen ihr Wahlprogramm für die Abgeordnetenhauswahl am 18. September verabschieden. Außerdem wird eine neue Parteispitze gewählt. Die bisherigen Landesvorsitzenden Irma Franke-Dressler und Stefan Gelbhaar werden nicht wieder kandidieren. Als neues Führungsduo stellen sich Bettina Jarasch (42) und Daniel Wesener (35) zur Wahl.

mm/dpa / DPA