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Stern Logo Der Mauerfall

Porträt Stephan Krawczyk: Der Exot

Wegen seiner frechen, regimekritischen Texte fiel der Sänger Stephan Krawczyk bei der DDR-Führung in Ungnade. Er wurde aus der Diktatur im Osten ausgewiesen und fing im Westen an, Bücher zu schreiben. Übersicht über ein deutsch-deutsches Leben.

Von Kerstin Herrnkind

Stephan Krawczyk wurde am 31. Dezember 1955 in Weida/Thüringen geboren. Sein Vater war Bergmann, die Mutter Postbotin. Nach dem Abitur trat Krawczyk in Kulturhäusern und Clubs auf. Er diente als Soldat der Nationalen Volksarmee. Anschließend verdingte er sich als Bühnenarbeiter und studierte Konzert-Gitarre.

1980 machte er sich als Sänger selbstständig. Im Jahr darauf wurde er beim Nationalen Chansonwettbewerb DDR mit dem Preis des Kultusministers für "hervorragende künstlerische Gesamtleistung" geehrt. Doch schon bald fiel der Sänger wegen seiner frechen, regimekritischen Texte bei der SED in Ungnade.

Am Ende traten sie nur noch in Kirchen auf

1985 entzog der Magistrat der Stadt Berlin dem Sänger die "Zulassung für freiberufliche Tätigkeit auf dem Gebiet der Unterhaltungskunst". Nach dem Berufsverbot trat Krawczyk gemeinsam mit seiner damaligen Frau Freya Klier nur noch in Kirchen auf.

Im November 1987 verlas Krawcyk einen vom ihm und Freya Klier verfassten offenen Brief an Kurt Hager, dem Chefideologen der SED. Die beiden forderten darin mehr Freiheiten für DDR-Bürger und die Einhaltung der Menschenrechte. Krawczyk kam ins Gefängnis und wurde 1988 mit seiner Frau aus der DDR ausgewiesen. Sein Rechtsanwalt Wolfgang Schnur wurde nach der Wende zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt. Er hatte seine Mandanten Krawczyk und Klier bei der Staatsicherheit denunziert.

Die Medien scharrten sich zunächst um die Exoten aus der Zone. Die Leute erkannten Krawczyk auf der Straße, wollten Autogramme vom Dissidenten. Krawczyk fing an zu schreiben. 1990 erschien sein erstes Buch "Schöne wunde Welt" mit Lyrik und Prosatexten. Zwei Jahre später wurde Krawczyk für die Geschichte über seinen Vaters mit dem Bettina-von-Arnim-Preis ausgezeichnet. Nach seinem Romandebüt "Das irdische Kind", jubelte der Spiegel begeistert: "Wer immer ihm jetzt geraten haben mag, die Klampfe gegen die Schreibmaschine einzutauschen, hat ihm gut geraten." Es folgten "Bald" (1998), "Steine hüten" (2000), "Feurio" (2001) und "Der Narr" (2003).

Seine eigene Biographie wäre fast nicht erschienen

In "Der Narr" erzählt Krawczyk seine eigene Biographie vom NVA-Soldaten bis zum Staatsfeind. Das ZDF-Mittagsmagazin kürte den Roman zum "besten Buch des Jahres". Dabei wäre "Der Narr" fast nicht erschienen. Die Ostalgie-Welle schwappte gerade über Land. Kati Witt huldigte im Fernsehen mit glühenden Wangen das SED-Regime. Jana Hensels "Zonenkinder", eine peinlich flache Abhandlung über "Nudossi" und "Speckitonne", stürmte die Bestsellerlisten. Am Berliner Alexanderplatz schrieen in einer "Kunstausstellung" riesige Wandplakate "DDR". Das kleine "r" für "rechtlich geschützt", machte die Diktatur zur Marke wie Adidas oder Nivea. Staatssicherheit und Mauertote waren out. Kein deutscher Verlag wollte Krawczyks Lebensgeschichte drucken. Der Schweizer Pendo-Verlag nahm das Buch ins Programm. Inzwischen wird es Schülern im Geschichtsunterricht als Lektüre empfohlen.

Im April 2005 wurde Krawczyk mit dem Preis "Das unerschrockene Wort" ausgezeichnet. Soeben ist sein neues Buch "Der Himmel fiel aus allen Wolken" erschienen. Darüber hinaus hat Krawczyk zwei neue CDs raus gebracht. "Ein All" und "Lieber Lieder". In Potsdam ist er in dem Theaterstück "Staatsicherheiten" zu sehen. Krawczyk lebt in Berlin.

Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?