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Gegen Steinmeier AfD nominiert CDU-Mitglied Otte als Kandidaten für die Wahl zum Bundespräsidenten


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Der Ökonom Max Otte ist CDU-Abgeordneter und zugleich Vorsitzender der konservativen Gruppierung "Werteunion". Nun will er für die AfD Gegenkandidat von Frank Walter Steinmeier werden.

Sehen Sie im Video: AfD nominiert CDU-Mitglied Max Otte als Bundespräsidenten-Kandidat.

Die AfD hat am Dienstag in Berlin das CDU-Mitglied Max Otte als ihren Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten vorgestellt. Otte ist zugleich Vorsitzender der konservativen Gruppierung Werteunion. Er ist seit mehr als 30 Jahren Mitglied der CDU. Die AfD-Co-Fraktionsvorsitzende Alice Weidel sagte zur Kandidatur Ottes: O-Ton: ("Demokratie lebt von Beteiligung und wir sind es nicht nur unseren Wählern schuldig, eine Wahlalternative zu dem SPD-Bundespräsidenten zu stellen. Und dass die CDU keinen eigenen Kandidaten aufgestellt hat, zeigt, dass sie noch nicht in ihre Oppositionsrolle hineingefunden hat. Und wir sorgen dafür durch einen wertkonservativen liberalen Kandidaten wie Professor Otte, dass dem Parlament und der Bundeswahlversammlung eine Alternative geboten wird.") Der Kandidat selbst sagte zu seinem Vorhaben: O-Ton: ("Ich sehe es nicht als Provokation an. Es ist mir ernst. Ich habe Ihnen von meiner Kindheit erzählt, ich bin in einer Dialogkultur aufgewachsen. Ich sehe es als Möglichkeit, wenn sich die Hysterie gelegt hat, Gräben zuzuschütten, Gräben zu begradigen, den Dialog zu stärken.") Der CDU-Bundesvorstand wollte am Dienstagabend über einen Parteiausschluss des CDU-Mitglieds Otte beraten. Das kündigte der amtierende Generalsekretär Paul Ziemiak an. O-Ton: Wer dies als Christdemokrat überhaupt erwägt, von der AfD für das Amt des Bundespräsidenten nominiert zu werden, der verletzt die Werte der CDU und hat in unserer Partei nichts verloren. Damit verstößt Herr Dr. Otte gegen zahlreiche Beschlüsse der eigenen Partei und verletzt auch das will ich hier ganz ausdrücklich sagen - die Loyalitäts- und Solidaritätsverpflichtungen als Mitglied gegenüber der CDU.") Parteiausschlussverfahren gelten in vielen Parteien als schwierig. In der CDU wird dies seit längerem auch im Fall des früheren Verfassungsschutz-Präsidenten Hans-Georg Maaßen diskutiert. Die CDU hatte verkündet, die Wiederwahl des derzeitigen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier zu unterstützen.


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