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Abstimmung im Bundestag 15 fehlende Stimmen: Nicht alle Ampel-Abgeordneten haben Scholz zum Kanzler gewählt

Bundeskanzler Olaf Scholz hat während einer Sitzung des Bundestages auf der Regierungsbank Platz genommen
Auf den 63-jährigen Sozialdemokraten fielen in geheimer Abstimmung 395 von 707 abgegebenen Stimmen
© Ina Fassbender / AFP
Olaf Scholz hat seinen Amtseid geleistet und ist damit der neunte Bundeskanzler der Bundesrepublik. Doch bei seiner Wahl im Bundestag stimmten 15 Abgeordnete nicht für ihn – aus der eigenen Koalition.

Olaf Scholz hat bei seiner Wahl zum Bundeskanzler nicht alle denkbaren Stimmen aus den Reihen von SPD, Grünen und FDP erhalten. Das geht aus Angaben der drei Bundestagsfraktionen und dem Ergebnis der geheimen Abstimmung hervor.

Demnach entfielen bei der Wahl am Mittwochmorgen auf den 63-jährigen Sozialdemokraten in geheimer Abstimmung 395 von 707 abgegebenen Stimmen – nötig waren 369. SPD, Grüne und FDP verfügen im Parlament zusammen aber über 416 Mandate. Nach Angaben aus den Koalitionsfraktionen nahmen insgesamt lediglich sechs Abgeordnete aus ihren Reihen nicht an der Abstimmung teil. Einige Abgeordnete fehlten wegen Krankheit.

Damit fehlten Scholz rein rechnerisch mindestens 15 Stimmen aus dem Lager der Ampel-Fraktionen. Da es sich um eine geheime Wahl handelt, lässt sich nicht genau ermitteln, wie viele Abgeordnete aus den jeweiligen Parteien nicht für Scholz gestimmt haben. Auch lässt sich nicht nachvollziehen, ob und wie viele Abgeordnete aus der Opposition für ihn votiert haben.

Insgesamt gab es 303 Nein-Stimmen und 6 Enthaltungen, 3 Stimmen waren ungültig. 29 Abgeordnete fehlten bei der Abstimmung.

yks dpa

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