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Pinneberg: Abgeordneter tritt zurück - aus Liebe zur Bürgermeisterin

Das ist anständig: Ein langjähriger Abgeordneter der Ratsversammlung in Pinneberg zieht sich von seinen Ämtern zurück - weil die Bürgermeisterin seine neue Lebensgefährtin ist.

Um Schwierigkeiten für sich und seine neue Lebensgefährtin zu vermeiden, tritt ein Pinneberger Ratsherr zurück (Symbolbild)

Um Schwierigkeiten für sich und seine neue Lebensgefährtin zu vermeiden, tritt ein Pinneberger Ratsherr zurück (Symbolbild)

Ein Mann opfert seine Karriere für die Liebe zu einer Frau - das klingt fast wie eine Geschichte aus einem Hollywood-Streifen, spielte sich aber ganz real ab. Im Rathaus von Pinneberg, einer 40.000-Einwohner-Stadt im Nordwesten von Hamburg.

Im Mittelpunkt der Geschichte: Torsten Hauwetter, Jahrgang '69, Radio- und Fernsehtechniker und seit 2003 Mitglied des Stadtrates in seinem Heimatort. Dort kümmert er sich insbesondere um die Wirtschaft und die Finanzen der Kreisstadt - sein politisches Motto: "Wir Pinneberger packen an und schaffen es!" Das sagte er schon vor Angela Merkel.

Rücktritt aus der Ratsversammlung Pinneberg

Mit der Politik-Karriere von Torsten Hauwetter ist es dennoch erst einmal vorbei, nach der Ratssitzung am Donnerstagabend im Pinneberger Rathaus. Es sollte um Entwürfe für einen Schulbau, um die strategische Ausrichtung der Stadtbücherei, um Bebauungspläne und um den Bericht des Seniorenbeirats gehen. Am Ende gab es dann aber eigentlich nur ein Thema: Den Rücktritt des CDU-Mannes - aus Liebe zur parteilosen Bürgermeisterin Urte Steinberg (58).

Denn beiden sind seit Kurzem ein Paar und dies passe mit seiner Rolle als Abgeordneter nicht zusammen, erklärt Hauwetter auf stern-Anfrage. Mehr wolle er jedoch nicht zu dem Thema sagen. "Als Ratsherr müsste ich die Verwaltung kontrollieren, deren Chefin meine Lebensgefährtin ist", zitiert das "Hamburger Abendblatt" seine Erklärung in der Ratsversammlung. Eine solche Vermischung sei nicht zu akzeptieren. "Ich würde ihr einen Bärendienst erweisen, wenn ich im Amt bliebe." Zum Ende habe sich Hauwetter an seine Ratskollegen und die Bürger gewandt: "Ich hoffe, Sie verzeihen mir meinen Weg." Das tun Sie offenbar, am Ende habe es Applaus gegeben, berichtet die Zeitung. Und die Bürgermeisterin? Sie schwieg zu alledem. 

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