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Programm-Check Linkspartei (X): Ist die Nato überflüssig?

Nach dem Ende des Kalten Krieges hat die Nato keine Existenzberechtigung mehr, meint die Linkspartei - und fordert, das Militärbündnis aufzulösen. Realistisch? stern.de fragte nach.

Von Tiemo Rink

Beim Wort genommen

"Die Linkspartei fordert die Auflösung der Natozugunsten kollektiver Uno/OSZE-Sicherheitsstrukturen." (Positionspapier "Nato")

Die Sicht der Linken

Kritik an der Nato ist nicht neu in Deutschland. In den 80er Jahren warben vor allem die Grünen für einen Austritt aus dem Militärbündnis, mehrere hunderttausend Menschen demonstrierten gegen den Nato-Doppelbeschluss. Zwanzig Jahre später erklärt

Monika Knoche

, außenpolitische Sprecherin der Linkspartei, im Gespräch mit stern.de: "Die einseitige Forderung nach einem Austritt aus der Nato ist uns zu profan. Die Nato ist mit ihrer Logik des Kalten Krieges als Sicherheitsstruktur für die Gegenwart ungeeignet. Die Nato soll nicht weiter expandieren; wir wollen eine neue Sicherheitsarchitektur. Es geht darum, die Nato längerfristig zu überwinden und das Gewaltmonopol der Uno und der OSZE zu stärken."

Fazit

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