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Räumung in Berlin-Kreuzberg: Flüchtlinge harren weiter in Schule aus

Anderthalb Jahren wohnen Flüchtlinge und Obdachlose in einer leeren Schule. Seit gestern wird sie geräumt - nicht ohne Widerstand. Einige Flüchtlinge harren aus und fordern ein Aufenthaltsrecht.

Auch rund 24 Stunden nach Beginn eines massiven Polizeieinsatzes rund um eine besetzte Schule in Berlin-Kreuzberg ist es den Behörden bis zum Mittwochmorgen nicht gelungen, das Gebäude vollständig zu räumen. Über Nacht harrten rund 40 Menschen, darunter viele Flüchtlinge, in dem Haus aus. Hingegen sind 190 Flüchtlinge und rund 40 Roma-Familien schon freiwillig in andere Unterkünfte umgezogen, sagte Baustadtrat Hans Pandorf (Grüne) am Mittwoch im rbb-Inforadio.

Die verbliebenen Besetzer wollen mit Innensenator Frank Henkel (CDU) direkt über ein Bleiberecht verhandeln. Der Bezirk will keine gewaltsame Räumung, sondern eine einvernehmliche Lösung. Vertreter und Sympathisanten der Besetzer luden für 10 Uhr zu einem Pressgespräch im Schulgebäude ein.

stb/DPA / DPA
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