Roland Koch hält an Politik-Rücktritt fest "Es bleibt dabei, es ändert sich nichts"


Der CDU-Bundesvize und hessische Ministerpräsident Roland Koch hält an seinem Rückzug aus der Politik Ende August fest.

Der CDU-Bundesvize und hessische Ministerpräsident Roland Koch hält an seinem Rückzug aus der Politik Ende August fest. "Es bleibt dabei, es ändert sich nichts", sagte Koch am Sonntag dem Fernsehen des Hessischen Rundfunks (hr). Koch hatte nach Medienberichten bei der Wahl des Bundespräsidenten mit einer flammenden Rede vor den Vertretern von CDU und CSU geholfen, die notwendige Stimmenzahl für Christian Wulff zusammenzubringen. Danach forderte unter anderen der frühere bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU), Koch solle in der Politik bleiben.

Der Hesse will in die Privatwirtschaft wechseln. Er sagte dem Sender, er werde erst Monate nach seinem Abgang entscheiden, wohin es gehen soll. Koch rechnete damit, das er nach elfeinhalb Jahren als Regierungschef durchaus erst "in ein wahres Loch" fallen werde. Gleichzeitig sei er sich sicher, bald eine neue Aufgabe zu finden.

Koch lässt sich auf der Suche nach einem neuen Job von einem Profi beraten. Der CDU-Politiker wolle in den kommenden Tagen gemeinsam mit einem Frankfurter Unternehmens- und Personalberater sondieren, welche Aufgabe in der Wirtschaft für Koch in Frage kommen könnte, berichtete der "Focus". Koch hatte Ende Mai überraschend seinen Rückzug von allen politischen Ämtern für Ende August angekündigt. Er war mit einer Reihe von Spitzenjobs in Verbindung gebracht worden, zum Beispiel als Vorstand des Frankfurter Flughafenunternehmens Fraport oder als Chef der Bundesbank.

DPA/Reuters DPA Reuters

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