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Rückkehr in die Politik: Althaus führt erste Dienstgespräche

Sieben Wochen nach seinem schweren Skiunfall ist die Ehefrau des thüringischen Ministerpräsidenten Dieter Althaus von seiner politischen Rückkehr überzeugt. "Er will zurück, und er wird zurückkommen", so Katharina Althaus.

"Er telefoniert täglich mit der Staatskanzlei, lässt sich über die politische Agenda informieren." sagte seine Ehefrau der "Bild am Sonntag". Wichtiges Thema der Gespräche seien die Auswirkungen der Opel-Krise auf den Standort Eisenach. "Mein Mann spricht noch etwas langsamer, ist aber völlig klar im Kopf", sagte Katharina Althaus. Sie zeigte sich überzeugt davon, dass er seine Amtsgeschäfte als Ministerpräsident wieder aufnehmen wird: "Er will zurück, und er wird zurückkommen", sagte sie.

Auch die Ärztliche Leitung der Rehaklinik in Allensbach hatte am vergangenen Dienstag erklärt, dass Althaus auf die politische Bühne zurückkehren könne. Es werde aber noch mindestens zwei bis drei Monate dauern, bis der 50-Jährige wieder aktiv in das Geschehen eingreifen könne. So würde Althaus rechtzeitig genug zurückkehren, damit die CDU wie vorgesehen mit ihm als Spitzenkandidat in die Landtagswahl am 30. August ziehen kann.

Der Bruder des Regierungschefs, Bernd Uwe Althaus, hatte erklärt, das Sprachtempo und die Geschwindigkeiten der Reaktionen seien noch verlangsamt. Zu einer Wesensveränderung befragt sagte er, er könne nicht einschätzen, wie sich die Medikamente auswirkten, die sein Bruder zurzeit einnehmen müsse. Insofern erlebe er ihn in einer "Durchgangssituation". Althaus hatte bei einem Zusammenprall auf einer Skipiste in Österreich am Neujahrstag ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten. Eine 41-jährige Frau starb. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung gegen Althaus.

AP / AP