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Sachsen-Anhalt "Starke Grüne sichern die Brandmauer zur AfD": Lüddemann setzt klare Ziele für die Landtagswahl

Sehen Sie im Video: Die Grünen in Sachsen-Anhalt wollen sich bei der Landtagswahl klar zur AfD abgrenzen.




Die AfD mit allen Mitteln und in jeder Lage verhindern, das haben sich die Grünen in Sachsen-Anhalt auf die Fahne geschrieben. Deren Spitzenkandidatin Cornelia Lüddemann: "Wir haben es erlebt. Wir Grüne sind wirklich der diametrale Gegenpart zur AfD. Und nicht umsonst werden wir von den Nazis so hart bekämpft. Und ich gehe fest davon aus, nur starke Grüne sichern auch wirklich eine Regierung, die nicht nur eine Brandmauer nach rechts hochzieht, sondern diese Brandmauer auch wirklich hält. Das ist etwas, was wir in Teilen gerade von unserem Koalitionspartner CDU jetzt erlebt haben, der da gerne mal in diese Brandmauern ein Loch gebohrt hat und nach rechts geschielt hat. Das dürfen wir diesem Land nicht weiter zumuten." Die AfD liegt aktuellen Umfragewerten zufolge bei 23 Prozent und wäre damit zweitstärkste Kraft. Um eine Regierungsbeteiligung der rechtspopulistischen Partei zu verhindern, müssen die Grünen, die die aktuelle Regierung zusammen mit der CDU und der SPD stellen, offen gegenüber seinen Koalitionspartnern bleiben. Für den Fall der Fälle müssen auch Gespräche mit der Linken und der FDP möglich sein, ähnlich wie die Grünen liegen beide Parteien bei um die 10 Prozent. "Demokraten müssen miteinander gesprächsfähig und im Zweifel auch koalitionsfähig sein. Und je nach Umfragen, das ist alles sehr volatil und in Sachsen-Anhalt ist da sicherlich sehr Unterschiedliches denkbar. Aber ich erwarte, dass hier auch die Ausschlüsse, die andere machen, noch mal überdacht werden, weil tatsächlich das, was dieses Land braucht, eine stabile demokratische Regierung mit eigener Mehrheit." Unterstützung in Magdeburg kriegt Lüddemann von der Bundeschefin und Kanzlerinkandidatin Annalena Baerbock: "Eigentlich freuen wir uns über viele Tiere bei uns direkt vor der Tür. Aber was bedeutet das, wenn der Borkenkäfer auf Bäume kommt, die gerade am Vertrocknen sind, dass unsere Wälder sterben? Dagegen gibt es keinen Impfschutz, sondern dagegen hilft Klimaschutz." "Gemeinsam für die Zukunft der Kleinsten einzustehen, dann nehmen wir diese Rolle an und sagen: nur Veränderung schafft Halt und gemeinsamen Zusammenhalt. Das braucht es in Sachsen-Anhalt und das braucht am 26. September in Deutschland." Die aktuelle Koalition aus SPD, Grünen und CDU könnte weitergeführt werden, wenn die Wahlergebnisse stimmen. Ein weiteres mögliches Bündnis in Sachsen-Anhalt eine Kenia-Koalition aus CDU, Grüne und FDP. Für Lüddemann ist jedenfalls wichtig: "Und ich wünsche mir und das erwarte ich, wie gesagt, und das wird ein Kernbestandteil des nächsten Koalitionsvertrages werden, dass wir hier mutig nach vorne gehen und nicht immer nur ängstlich im Gestern verharren und irgendwie jammern, dass alles irgendwie sich verändert. Nein, wir müssen diese Veränderung bewusst annehmen. Das sind die Menschen in diesem Land, für die wir arbeiten und den Menschen schulden wir hier offensives, positives Agieren."
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Die grüne Spitzenkandidatin Cornelia Lüddemann wird entweder die amtierende Koalition aus CDU und SPD fortführen wollen, oder in ein neues Bündnis mit Beteiligung der Linken und der FDP gehen müssen. Eine Rolle in Sachsen-Anhalt ist ihr besonders wichtig.

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