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München:: CSU will Schülern künftig Schafkopfen und Bairisch beibringen

Die Münchner CSU fordert in einem bildungspolitischen Antrag, das Kartenspiel Schafkopf sowie den bairischen Dialekt als neue Schulfächer einzuführen.

Schüler spielen ein Kartenspiel

Laut dem CSU-Antrag stärke das Kartenspiel Schafkopf strategisches Denken, Rechnen und Teamfähigkeit (Symbolfoto)

Getty Images

Das Kartenspiel Schafkopf und der bairische Dialekt sollen nach Ansicht der CSU in München bald in der Schule unterrichtet werden. Bayerisches Brauchtum drohe in seiner kulturellen und geschichtlich gewachsenen Eigenart in Vergessenheit zu geraten, begründet die Münchner CSU-Fraktion ihren Antrag, den sie bei der Stadt eingereicht hat. Darüber hatten am Mittwoch der "Münchner Merkur" und die "tz" berichtet.

Zum Hauptfach sollen Kartenspiel und Dialektpflege jedoch nicht werden. Die Schulen in München könnten beides aber als Wahlfach oder Arbeitsgemeinschaft anbieten. Der "Bairisch"-Unterricht kann den Kindern laut CSU-Antrag die sprachlichen und geschichtlichen Hintergründe der bayerischen und speziell der Münchner Kultur nahebringen, die zum Ausdruck kommen in Worten wie "strawanzn" (ausgehen) oder "Potschamperl" (Nachttopf). Zudem würden das allgemeine Sprachgefühl und das -verständnis gepflegt.

Schafkopfen stärkt strategisches Denken

Auch das Schafkopfen bringt nach Ansicht der Partei große Vorteile: Es stärke strategisches Denken, Rechnen und Teamfähigkeit. Dass so manche Feinheiten des Dialekts ohne schulische Unterstützung verloren gehen, davon zeugt auch der Antrag der CSU selbst, in dem von "Bayerisch" als Wahlfach die Rede war. In Bezug auf die Sprache nicht ganz korrekt, heißt es in diesem Zusammenhang doch korrekterweise "bairisch".

UNO-Karten

Schafkopf gilt als eines der beliebtesten bayerischen Kartenspiele. Im Vergleich zum eher in Nord- und Ostdeutschland verbreiteten Skat wird es mancherorts abschätzig als "Bauernskat" verunglimpft. Mit speziellen bayrischen Karten gespielt, gilt es als komplexes, urtümliches und sehr geselliges Freizeitvergnügen. Eine mögliche Erklärung für den Begriff Schafkopf geht von einer ursprünglichen Kreidestrichnotierung mit neun oder zwölf Strichen aus. Zusammen würden die Striche am Ende einen stilisierten Schafkopf ergeben.

Quellen: "Münchner Merkur", "tz"

km / DPA