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SPD-Fraktionschef: Steinmeier spendet seiner Ehefrau eine Niere

SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier wird sich vorübergehend aus der Politik zurückziehen. Wie Steinmeier am Montag in Berlin mitteilte, wird er seiner erkrankten Frau eine Niere spenden. Bei seiner Frau sei eine fortgeschrittene Nierenschädigung festgestellt worden, ihr gesundheitlicher Zustand habe sich in den vergangenen Wochen akut zugespitzt.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Frank-Walter Steinmeier zieht sich wegen einer Nierenspende für seine Ehefrau Elke Büdenbender für einige Wochen aus dem politischen Geschäft zurück. Das teilte Steinmeier am Montag in Berlin mit. Er rechne damit, dass er im Oktober wieder zurückkomme. Die Amtsgeschäfte als Fraktionsvorsitzender soll so lange Finanzexperte Joachim Poß übernehmen.

Steinmeier und Büdenbender sind seit 1995 verheiratet und haben eine gemeinsame Tochter, die im Frühjahr 1996 geboren wurde. Kennengelernt haben sich beide 1988 an der Universität in Gießen, wie Steinmeier auf seiner Internet-Seite mitteilt. Büdenbender ist Richterin am Berliner Verwaltungsgericht mit dem Fachgebiet Sozialrecht.

"Elke hatte nach einer Ausbildung zur Industriekauffrau ihr Abitur auf dem Kolleg nachgeholt und sich durchgebissen bis zum Studium", schreibt Steinmeier auf seiner Webseite. "Zusammen gingen wir nach Hannover, wo sie ihr Referendariat begann." Ironischerweise sei seine Frau dann sogar früher als er in Berührung mit der Außenpolitik gekommen. "Als Referendarin absolvierte sie ein Praktikum bei der Deutschen Botschaft in Washington und wurde rasch zur Expertin für amerikanische Innenpolitik - mit kritischem Blick auf die sozialen Defizite der US-Gesellschaft".

Auf der Homepage betont Steinmeier ausdrücklich seine Familienbindung. "Meine Mitarbeiter wissen schon, dass ich alles versuche, um wenigstens einmal in der Woche bei meiner Familie zu sein. Dann gehe ich oft mit meiner Tochter ins Kino".

APN/AFP