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Stasi: Kohl-Akten zeigen wenig Neues

Fleißig trug die Stasi über Jahre alles über Helmut Kohl zusammen. Als nun erstmals ein Teil dieser Dokumente an die Öffentlichkeit kam, waren Interesse und Erwartungen riesig. Doch der Inhalt fällt eher ernüchternd aus.

Die Stasi hatte Bundeskanzler Helmut Kohl fest im Griff - zumindest auf dem Papier. Fleißig und streng geheim trug das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) auf Tausenden von Seiten über Jahre alles über den CDU-Politiker zusammen, was es bekommen konnte. Als am Donnerstag nun erstmals ein Teil dieser Dokumente an die Öffentlichkeit kam, waren Interesse und Erwartungen riesig. Doch das Fazit nach einer ersten Durchsicht der rund 1000 Seiten fällt eher ernüchternd aus: Keine Sensationen, und das meiste bleibt wohl unter Verschluss.

Da wurde die Regierungserklärung von 1987 - in Bonn frei verfügbar - als geheimes Dokument archiviert. Eingang in die Dossiers fand auch ein Bericht aus der "Bild am Sonntag" über einen Privatbesuch Kohls in der DDR sowie Dutzende von anderen Zeitungsausschnitten, zudem öffentliche Reden Kohls.

Kohl gab Widerstand gegen die Herausgabe auf

Der Deutsche Journalistenverband sprach enttäuscht von "ziemlich wertlosem" Material. Kohls Büro in Berlin ließ genüsslich mitteilen, dass ein großer Teil der Papiere "offenkundige Informationen" enthalte. Die Chefin der Stasi-Unterlagenbehörde, Marianne Birthler, ist indes überzeugt, dass mit den 1000 Seiten die Wirkungsweise der Stasi weiter erhellt werden kann.

Auf alle Fälle dürfte Kohl wenige Tage vor seinem 75. Geburtstag ein Überraschungs-Coup gelungen sein, als er seinen Widerstand gegen die Herausgabe aufgab. Jahrelang hatte er deshalb mit der Birthler-Behörde vor Gerichten gegen die Herausgabe gestritten und teilweise Recht bekommen. So muss ein Teil der Papiere weiter unter Verschluss bleiben. Wer gehofft hatte, jetzt etwas über die CDU-Spendenaffäre oder aus Stasi-Abhörprotokollen zu erfahren, musste enttäuscht sein.

Brisantes würde die Öffentlichkeit nicht erfahren

"Solche Papiere werden nicht herausgegeben", bekräftigte Birthler. Wenn es wirklich Brisantes zu Kohl geben sollte, wird es die Öffentlichkeit aus den Stasi-Papieren wohl nicht erfahren. Eine solche Herausgabe wäre durch das Stasi-Unterlagengesetz nicht gedeckt. Zudem würde der Ex-Kanzler dann sicher wieder vor Gericht ziehen. Die Frage, warum sich Kohl so lange gegen die Weitergabe an Wissenschaftler und Journalisten wehrte, blieb unbeantwortet.

Die Stasi war in ihrer Sammel- und Beobachtungsleidenschaft auch bei Kohl schier grenzenlos. Seit etwa 1970 - Kohl war noch hoffnungsvoller CDU-Politiker in Rheinland-Pfalz - war er im Visier der Geheimdienstler. Vor allem Reisen - ob privat oder dienstlich als Ministerpräsident oder Kanzler - wurden von der Stasi akribisch vorbereitet. Während einer "Aktion Otter" waren 31 "Schnüffler" im Einsatz. Ein anderes Beispiel: Vor einer Privatreise des Kanzlers nach Erfurt 1988 erhielten die MfS-Leute den Befehl, "unerwünschte Sympathie-Kundgebungen" sowie die "Übergabe von Briefen und Bittschaften" sofort zu melden.

Auch Kohls persönliche und politische Entwicklung hatten die MfS-Chef Erich Mielke unterstellten Offiziere ganz klar im Blick. "Kohl wird als ein ruhiger, ausgeglichener, sachlicher Parteiarbeiter eingeschätzt. Widerspruch verträgt er nur schwer."

Jutta Schütz und Gerd Reuter/DPA

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.