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stern-RTL-Wahltrend extra Union sackt nach TV-Duell auf schlechtesten Wert seit vier Monaten

Die aktuelle Kanzlerin und Spitzenkandidatin Angela Merkel wirbt mit dem Spruch "Für ein Deutschland, in dem wir gut und gerne leben“ (#fedidwgugl) für die CDU und CSU.
 
Arbeit und Soziales
Ganz im Sinne des Wahlslogans erklären beide Parteien hohe Beschäftigungszahlen als zentrales Ziel. Bis 2025 will die Union Vollbeschäftigung in Deutschland erreichen. Außerdem soll Bürokratie beim Mindestlohn abgebaut werden. Die Rente ist sicher. Zumindest für die CDU/CSU. Es sind keine größeren Reformen geplant. Die drei Säulen der gesetzlichen, betrieblichen und privaten Vorsorge sollen erhalten bleiben.
 
Innere Sicherheit
Mit zusätzlichen 15.000 neuen Polizeibeamten will die Union die innere Sicherheit gewährleisten. Außerdem will die Partei im öffentlichen Raum mehr Videokameras zur Überwachung installieren, auch zur Fahndung.
 
Steuern
Alle Parteien versprechen im Wahlkampf niedrigere Steuern. Der Steuer-Grundfreibetrag, der ab 2018 bei 9000 Euro liegt, soll angehoben werden. Davon profitieren alle Steuerzahler. Union und SPD versprechen Entlastung für "Normalverdiener". Beide Parteien wollen, dass 42 Prozent ab 60.000 Euro zu versteuerndem Einkommen greifen. Nur an die Topverdiener traut sich die CDU/CSU nicht dran. Auch die derzeitigen Erbschaftsregelungen will die Union nicht ändern.
 
 
Flüchtlinge/ Migration
Die CSU fordert hier eine Obergrenze von 200.000 Menschen jährlich. Im gemeinsamen Wahlprogramm von CDU und CSU heißt es lediglich, die Zahl der Flüchtlinge, die nach Deutschland kommen, soll dauerhaft niedrig gehalten werden. Die Zahl der Abschiebungen soll zudem gesteigert werden.
Die Union will an der Benennung der "sicheren Herkunftsstaaten" rütteln. Algerien, Marokko, Tunesien sollen laut Union auch dazugehören. 
 
Umwelt
Wenig konkret heißt es im Parteiprogramm: „Der langfristige Ausstieg aus der Braunkohle muss parallel zu einer konkreten neuen Strukturentwicklung verlaufen.“
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Die gute Nachricht für Martin Schulz: Die Union verliert nach dem TV-Duell im stern-RTL-Wahltrend an Zustimmung. Die schlechte: Die SPD kann kaum Boden gut machen. Lachende Dritte ist die Linke.

Nach dem TV-Duell von Angela Merkel und ihrem SPD-Herausforderer Martin Schulz büßt die Union aus CDU und CSU im stern-RTL-Wahltrend einen Prozentpunkt ein und kommt nur noch auf 37 Prozent, ihren schlechtesten Wert seit vier Monaten. Die SPD kann ihre 23 Prozent aus der Vorwoche behaupten. Anders als dem damaligen SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück vor vier Jahren ist es Schulz aber nicht gelungen, nach dem TV-Duell den Präferenzwert für seine Partei zu erhöhen.

Linke jetzt drittstärkste Kraft

Einen Punkt hinzugewonnen hat die Linke, die mit 10 Prozent jetzt drittstärkste Kraft wäre. Auch die FDP profitiert und legt um einen Punkt zu auf nun 9 Prozent. Weiterhin 9 Prozent hält die AfD, die Grünen bleiben unverändert bei 8 Prozent und würden als kleinste Partei in den Bundestag einziehen. Auf die sonstigen Splitterparteien entfallen zusammen 4 Prozent, ein Punkt weniger als in der Vorwoche.

Regierungsfähige Mehrheiten hätten damit nur eine Große Koalition aus CDU/CSU und SPD oder ein Jamaika-Bündnis aus Union, FDP und Grünen.

Datenbasis: Das Forsa-Institut befragte vom 4. bis 7. September 2017 im Auftrag des Magazins stern und des Fernsehsenders RTL 2001 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger, die durch eine computergesteuerte Zufallsstichprobe ermittelt wurden. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 2,5 Prozentpunkten.

stern

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