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stern-Umfrage Kritik an Israel darf sein

Benjamin Netanjahu
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu
© Abir Sultan/POOL EPA/AP/DPA
Deutsche Politiker sollten sich trotz des besonderen Verhältnisses zu Israel mit öffentlicher Kritik nicht zurückhalten - das ist das klare Ergebnis einer Forsa-Umfrage.

Als der israelische Premier Benjamin Netanjahu vorige Woche seinen Termin mit Außenminister Sigmar Gabriel absagte, weil der mit regierungskritischen Organisationen sprechen wollte, war das ein diplomatischer Eklat, der auch den anstehenden Israel-Besuch von Bundespräsident Steinmeier überschatten könnte. Nach einer Forsa-Umfrage im Auftrag des stern ist mit 21 Prozent nur jeder fünfte Bundesbürger der Ansicht, dass sich deutsche Politiker vor dem Hintergrund des besonderen Verhältnisses zu Israel mit öffentlicher Kritik an der israelischen Regierung zurücknehmen sollten. Eine breite Mehrheit von 71 Prozent hingegen meint, dass zum Beispiel die Siedlungspolitik in den Palästinenser-Gebieten durchaus kritisiert werden darf – auch wenn Israel von 52 Prozent der Deutschen eine besondere Rolle in der Völkergemeinschaft zugestanden wird.

stern-Umfrage: Kritik an Israel darf sein

Eine Zwei-Staaten-Lösung zur Beilegung des Nahostkonflikts favorisieren fast zwei Drittel der Befragten. 64 Prozent befürworten nämlich, dass Deutschland Palästina als eigenen Staat anerkennt – darunter mehrheitlich die Anhänger aller Parteien. 16 Prozent sprechen sich gegen eine staatliche Anerkennung Palästinas aus.

Datenbasis: Das Forsa-Institut befragte am 26. und 27. April 2017 im Auftrag des Magazins stern 1001 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger, die durch eine computergesteuerte Zufallsstichprobe ermittelt wurden. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 3 Prozentpunkten.

stern

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