Tag der Arbeit Gewerkschaften fordern Umdenken in der Wirtschaftspolitik


Die Gewerkschaften rufen am heutigen Tag der Arbeit wieder zu Kundgebungen im ganzen Land auf. Im Mittelpunkt der Veranstaltungen stehen wie im vergangenen Jahr die Wirtschaftskrise und ihre Auswirkungen.

Die Gewerkschaften rufen am heutigen Tag der Arbeit wieder zu Kundgebungen im ganzen Land auf. Im Mittelpunkt der Veranstaltungen stehen wie im vergangenen Jahr die Wirtschaftskrise und ihre Auswirkungen. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fordert in seinem Aufruf zum 1. Mai unter dem Motto "Wir gehen vor!" ein grundlegendes Umdenken in der Gesellschaft: "Die Wirtschaft muss den Menschen dienen und nicht den Spekulanten." Es seien die Arbeitnehmer, die Tag für Tag den Wohlstand des Landes erwirtschafteten, deshalb müssten ihre Rechte vorgehen.

Nötig sei eine nachhaltige Form des Wirtschaftens mit mehr Mitbestimmung, sicherer Beschäftigung und guten Tarifverträgen, fordert der DGB. Soziale Ungerechtigkeiten müssten beseitigt, Dumpinglöhne und prekäre Beschäftigung energisch bekämpft werden, heißt es in dem Aufruf. Zudem müssten der Finanzmarkt strenger reguliert und Zockern und Spekulanten klare Grenzen gesetzt werden. Zudem fordert der Gewerkschaftsbund, die Verursacher der Krise zur Finanzierung der Krisenlasten heranzuziehen.

Die Hauptkundgebung mit DGB-Chef Michael Sommer findet in Essen statt (11.00 Uhr). IG-Metall-Chef Berthold Huber spricht in Frankfurt am Main, der Chef der Gewerkschaft ver.di, Frank Bsirske, in Hannover (ebenfalls jeweils 11.00 Uhr). Vergangenes Jahr zählte der DGB mehr als 480.000 Teilnehmer bei den Kundgebungen, einige Zehntausend mehr als im Jahr zuvor.

APN APN

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