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Thüringischer Mediziner wechselt zur SPD Der Überläufer aus der Linkspartei


In Thüringen ist ein Landtagsabgeordneter der Linken zur SPD-Fraktion gewechselt. Der 39 Jahre alte Thomas Hartung nannte als Motiv für seinen Übertritt am Mittwoch persönliche Gründe.

In Thüringen ist ein Landtagsabgeordneter der Linken zur SPD-Fraktion gewechselt. Der 39 Jahre alte Thomas Hartung nannte als Motiv für seinen Übertritt am Mittwoch persönliche Gründe.

Sein Wechsel ändert aber nichts an den Mehrheitsverhältnissen in Thüringen, wo Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) eine schwarz-rote Koalition führt. Die CDU stellt dort 30 Abgeordnete, die SPD bisher 18, die Linke als größte Oppositionsfraktion 27.

Der Mediziner Hartung sagte, er sehe sich mit seinen gesundheitspolitischen Positionen besser bei der SPD aufgehoben. Er habe sich bei der Linken zunehmend eingeengt gefühlt. Damit zieht Hartung auch einen Schlussstrich unter innerparteiliche Querelen. Der Politiker will sich als parteiloser Abgeordneter in der SPD-Fraktion zunächst um gesundheitspolitische Fragen kümmern.

Der Fraktionsvorsitzende der Linken im Thüringer Landtag, Bodo Ramelow, kritisierte den Wechsel. Damit werde das Landtagswahlergebnis von 2009 mit Füßen getreten. Hartung war bei der Wahl im August vergangenen Jahres mit einem Direktmandat erstmals in das Parlament eingezogen.

DPA DPA

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