Trotz SPD-Wahlbetrugsaffäre Sierau gewinnt OB-Wahl in Dortmund


Zwei Wahlen, ein Sieger: In Dortmund ist SPD-Kandidat Sierau zum Oberbürgermeister gewählt worden. Die Wahl vom vergangenen September musste wiederholt werden, nachdem die SPD-Stadtspitze ein Millionenloch im Stadthaushalt verschwiegen hatte.

Dortmund hat einen neuen Oberbürgermeister. Bei der Wiederholungswahl am Sonntag kam SPD-Kandidat Ullrich Sierau nach Auszählung aller Stimmen auf 43,8 Prozent und setzte sich damit klar gegen seinen Herausforderer Joachim Pohlmann durch, wie die Stadt mitteilte. Pohlmann, der von CDU und FDP unterstützt wurde, kam demnach auf 37,3 Prozent der Stimmen. Insgesamt hatten sich acht Kandidaten um das Amt des Oberbürgermeisters beworben.

Bereits die erste Wahl im vergangenen August hatte Sierau klar für sich entscheiden können. Wenige Stunden nach der Auszählung der Stimmen war jedoch bekanntgeworden, dass es in Dortmund ein Haushaltsloch in Höhe von 100 Millionen Euro gibt. Die Opposition warf Sierau, der zuvor in der Stadtverwaltung gearbeitet hatte, vor, von dem Defizit gewusst und es bewusst verschwiegen zu haben. Ein daraufhin erstelltes Rechtsgutachten kam zu dem Schluss, dass die Wahl durch das Verschweigen des Haushaltslochs beeinflusst worden sei. Der Stadtrat hatte daraufhin die Wiederholung der Wahl beschlossen.

APN/DPA DPA

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